Rückblick

2021

Gut gebrüllt, Löwe!

Nachdem LIEDBasel 2020 pan­de­mie­be­dingt pau­sie­ren muss­te, stand im März 2021 fest, dass LIEDBasel 2021 vor klei­nem Publikum statt­fin­den kann. Das Festival konn­te vom 26.-30. Mai wie­der­um im Ackermannshof statt­fin­den, dies­mal bereits um einen Tag erwei­tert. Das gross­ar­ti­ge DUO IN RESIDENCE, bestehend aus der Sopranistin Dorothea Röschmann und dem Pianisten Wolfram Rieger gab ein umju­bel­tes Rezital im Stadtcasino und unter­rich­te­te wäh­rend fünf Tagen zusam­men mit dem Schauspieler Klaus Brömmelmeier die Duos der LIEDAcademy. Weitere Liederabende gab es von Ian Bostridge und Julius Drake sowie Robert Koller und Jürg Henneberger. Letztere über­nah­men auch die Uraufführung von Cecile Martis Liederzyklus „Ein Geist geht um“ nach Gedichten des Schweizer Autors Armin Senser. 

Zudem wur­den die Konzerte sowie die LIEDAcademy von unse­rem Streamingpartner IDAGIO in die Digital Concert Hall auf­ge­nom­men. Unser Motto „Gut gebrüllt, Löwe!“ ent­führ­te die Zuschauerinnen und Zuschauer im Kinderkonzert von Sibylle Burkert in den Zauberwald und das Globe Theatre nach London. Im Zookonzert dreh­te sich alles um Tiere und tie­ri­sche Lieder: der Bariton Kimon Barakos, der Pianist Dominik Chamot sowie Experten des Zoos nah­men die Zuhörer*innen mit auf einen musi­ka­li­schen Spaziergang. Spannende Panels und Diskussionen gab es mit der Kulturmanagerin Aimee Paret, dem Komponisten und Pianisten Moritz Eggert, der Sängerin Esther Valentin und dem Tierforscher Mario Ludwig.

“LIEDBasel is not just another excuse for giving song recitals, it is a festival, run by very special people that “thinks outside the box”. And it is absolutely out of the ordinary!"

Graham Johnson, Ehrenpatron LIEDBasel

Beteiligte

Kimon Barakos

Der schwei­ze­risch-grie­chi­sche Bariton Kimon Barakos wur­de in Basel gebo­ren und stu­dier­te an der Hochschule für Musik Gesang …

Ian Bostridge

Ian Bostridges inter­na­tio­na­le Rezital-Karriere führt ihn in die bedeu­tends­ten Konzertsäle Europas, Südostasiens und Nordamerikas. In der Oper …

Klaus Brömmelmeier

Klaus Brömmelmeier spielt sich seit Anfang sei­ner Theaterlaufbahn durch die klas­si­sche und aktu­el­le Stadttheaterszene und ist …

Sibylle Burkart

Sibylle Burkart, gebo­ren 1968 in Luzern, lebt in Basel. Freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin. Ausbildung an der …

Dominic Chamot

Der Pianist Dominic Chamot gewann bereits mehr als zwei Dutzend Preise und Auszeichnungen und gehört damit zu den erfolg­reichs­ten Pianisten …

Julius Drake

Der in London leben­de Pianist Julius Drake hat sich auf Kammermusik spe­zia­li­siert und arbei­tet mit vie­len welt­be­rühm­ten Künstlern …

Moritz Eggert

Moritz Eggert wur­de 1965 in Heidelberg gebo­ren und stu­dier­te Klavier und Komposition an der Musikhochschule Frankfurt und der …

Jürg Henneberger

Der Dirigent und Pianist Jürg Henneberger stu­dier­te in Basel bei Jürg Wyttenbach und an der Hamburger Hochschule für …

Stéphanie Anne Ibnine

Stéphanie Anne Ibnine ist eine lei­den­schaft­li­che und unkon­ven­tio­nel­le Szenografin und Innenarchitektin, die ger­ne die Grenzen der Wahrnehmung

Ioana Ilie

Die Rumänin gewann zahl­rei­che Wettbewerbe und trat bis­lang in Europa, Amerika und Asien auf. Ein Stipendium ließ

Graham Johnson

Er gilt als einer der bekann­tes­ten Liedbegleiter unse­rer Zeit und arbei­te­te mit Weltstars wie etwa Brigitte Fassbaender, Jessye Norman, Thomas …

Barbora Horáková Joly

Barbora Horáková Joly, gebo­ren in Prag, stu­dier­te an den Musik-Akademien in Basel und Genf Gesang. Als Mitglied des inter­na­tio­na­len Schweizer …

Robert Koller

Robert Koller, Bass-Bariton, ist sowohl als Spezialist für Zeitgenössische Musik als auch in den gros­sen Oratorienpartien ein gefrag­ter Solist …

Mario Ludwig

Dr. Mario Ludwig gehört zu den bekann­tes­ten deut­schen Tierbuchautoren. 30 Bücher, in denen er sich unter­halt­sam und …

Cécile Marti

Cécile Marti stu­dier­te Komposition bei Dieter Ammann an der Hochschule Luzern. Weitere Lehrer und Lehrerinnen waren Georg Friedrich …

Aimée Paret

Aimée Paret hat sich seit Ende der 1980er Jahre in ver­schie­de­nen Ländern und in den unter­schied­lichs­ten Bereichen der klas­si­schen Musikszene …

Wolfram Rieger

Umfangreiche Konzerttätigkeit in ganz Europa, Nord- und Südamerika sowie im Nahen und Fernen Osten. Wolfram Rieger ist langjähriger …

Dorothea Röschmann

Die gebür­ti­ge Flensburgerin Dorothea Röschmann wur­de 2017 zur Kammersängerin an der Deutschen Staatsoper Berlin ernannt, zu deren …

Emma Smith

Emma Smith ist Professorin für Shakespeare Studies an der University of Oxford. Sie hat in Großbritannien und in zahl­rei­chen ande­ren Ländern …

Esther Valentin

Esther Valentin stu­dier­te an der HfMT Köln. 2021 wird sie in die Debüt-Reihe des Nikolai- Saal Potsdam auf­ge­nom­men. Seit 2019 sind …

Kimon Barakos

Kimon Barakos

Der schweizerisch-griechische Bariton Kimon Barakos wurde in Basel geboren und studierte an der Hochschule für Musik Gesang bei Marcel Boone. 2017 war Kimon in der Produktion „Lamento“, einer Zusammenführung von Monteverdis „L’Orfeo“ und Salvatore Sciarrinos „Luci mie traditrici“, am Gare du Nord in Basel und am „Mozartsommer Mannheim“ zu sehen. In einer Produktion des Ensemble Locatelli verkörperte er in Bergamo die Titelpartie in „Dido and Aeneas“. Zusammen mit dem Opernstudio OperAvenir des Theater Basel sang und tanzte Kimon in „Trouble in Tahiti“ von Leonard Bernstein. Am Brighton Early Music Festival war er 2018 als Huntsman in „Venus and Adonis“ von John Blow zu erleben. Mit der Schola Cantorum brachte er Rameaus „In judicium tuum“ als Solist zur Aufführung. Seit 2019 ist Kimon auch musikalischer Leiter der Jungen Oper am Theater Basel. Nebst klassischer Musik ist er auch im griechischen Rembetiko, einer städtischen Untergrundmusik der 1920-60er Jahre, zuhause und spielt in einer Formation diverse Lauteninstrumente. 2019 war er Stipendiat der LIEDAcademy von LIEDBasel.

Ian Bostridge

Ian Bostridge

Ian Bostridges internationale Rezital-Karriere führt ihn in die bedeutendsten Konzertsäle Europas, Südostasiens und Nordamerikas. In der Oper sang er Tamino, Jupiter und Aschenbach an der English National Opera, Quint, Don Ottavio und Caliban am Royal Opera House, Covent Garden, die Titelrolle Jephtha für die Opera de Paris, Don Ottavio an der Wiener Staatsoper, Tom Rakewell an der Bayerischen Staatsoper, München, Aschenbach für die Deutsche Oper und Quint am Teatro alla Scala, Mailand. Zukünftige Höhepunkte sind ein Rezital und eine Vortragsreihe für die University of Chicago, „Des Knaben Wunderhorn“ mit dem Barcelona Symphony, Brittens „War Requiem“ mit dem Tonhalle-Orchester Zürich / Kent Nagano und dem San Francisco Symphony / Philippe Jordan, Evangelist in Bachs Matthäuspassion für das Teatro Regio Torino, Bajazet in Tamerlano für die Moskauer Staatsphilharmonie, „Winterreise“ mit Sir Antonio Pappano im Pierre Boulez Saal Berlin und weitere Auftritte mit dem Jazzpianisten Brad Mehldau. Seine jüngste Aufnahme für Pentatone von Schuberts Winterreise mit Thomas Ades gewann bei den International Classical Music Awards die Vocal Recording of the Year 2020. Bei den New Year’s Honours 2004 wurde er mit einem CBE ausgezeichnet. Im Jahr 2016 wurde ihm der Pol Roger Duff Cooper Prize für Sachbücher für sein neuestes Buch, Schuberts Winterreise: Lieder von Liebe und Schmerz verliehen.

Sibylle-Burkart

Sibylle Burkart

Sibylle Burkart, geboren 1968 in Luzern, lebt in Basel. Freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin. Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich (heute ZHdK). Von 2000 bis 2006 Schauspielerin am Vorstadttheater Basel. Zahlreiche Inszenierungen mit Schulklassen und Laiengruppen u.a. am Schauspielhaus Zürich, am Vordtadttheater Basel und an der Schola Cantorum Basiliensis. Sibylle Burkart ist seit 2016 Oiel exterieur für die Reihe Stückbox am sogar Theater in Zürich und seit 2019 für Theater Amalgam.

Dominic Chamot

Dominic Chamot

Der Pianist Dominic Chamot gewann bereits mehr als zwei Dutzend Preise und Auszeichnungen und gehört damit zu den erfolgreichsten Pianisten seiner Generation. Zuletzt erregte Chamot im Jahr 2019 mit zwei ersten und einem zweiten Preis bei internationalen Klavierwettbewerben in Deutschland, Italien und Spanien europaweites Aufsehen. Sein Bachelor- sowie sein Masterstudium (Specialised Performance – Solist) schloss er jeweils mit Höchstnote und Auszeichnung ab. Er spielte in einigen der wichtigsten Sälen Europas wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein etc. und spielte mit Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester, ORF Sinfonieorchester und vielen mehr. Dominic Chamot war in den Jahren 2011 bis 2014 Stipendiat der „Jürgen Ponto-Stiftung“ und der „Deutschen Stiftung Musikleben“. 2018 bis 2020 erhielt er den Studienpreis des Migros-Kulturprozent und 2020 Wurde er für das Stipendium der Lieven Piano Foundation ausgewählt.

Julius Drake

Julius Drake

Der in London lebende Pianist Julius Drake hat sich auf Kammermusik spezialisiert und arbeitet mit vielen weltberühmten Künstlern zusammen, sowohl in Konzerten wie auch bei Aufnahmen. The New Yorker beschrieb ihn als “collaborative pianist nonpareil.“ Er tritt regelmäßig in allen bedeutenden Musikzentren und Festivals auf; so gab er in den letzten Jahren Konzerte bei den Festivals in Aldeburgh, Edinburgh, München, Salzburg, Schwarzenberg und Tanglewood, an der Carnegie Hall und am Lincoln Center in New York, am Châtelet und Musée du Louvre in Paris, La Scala Milan, Teatro de la Zarzuela in Madrid, in der Kölner Philharmonie, dem Musikverein und Konzerthaus in Wien sowie an der Wigmore Hall und bei den BBC Proms in London. Während der laufenden und kommenden Spielzeiten sind besonders erwähnenswert eine Konzertreihe zum Beethovenjubiläum im 92nd Street Y in New York sowie eine Reihe von Mahler-Abenden am Concertgebouw in Amsterdam und eine zweijährige Konzertreihe am Pierre Boulez Saal in Berlin.

Moritz Eggert

Moritz Eggert wurde 1965 in Heidelberg geboren und studierte Klavier und Komposition an der Musikhochschule Frankfurt und der Guildhall School in London. Er ist einer der vielseitigsten und innovativsten Künstler der Neuen Musik-Szene. Als Komponist experimentiert er mit unterschiedlichen Musikstilen und engagiert sich für ein Umdenken im Zugang und Umgang mit zeitgenössischer Musik. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Freax“ (Oper zusammen mit Christoph Schlingensief, 2007) oder „Wir akzeptieren die Nutzungsbedingungen“ (Auftragswerk zum 100-jährigen Jubiläum der Goethe-Universität Frankfurt, 2014) versucht er, das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum aufzulösen. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher zwölf Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren Zwischentöne, zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Seit 2010 ist er Professor für Komposition an der Musikhochschule München.

Jürg Henneberger

Jürg Henneberger

Der Dirigent und Pianist Jürg Henneberger studierte in Basel bei Jürg Wyttenbach und an der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bei Klauspeter Seibel und Christoph von Dohnànyi. Als Spezialist für Neue Musik arbeitete er mit den führenden Ensembles dieser Sparte zusammen und gründete 1998 das Ensemble Phoenix Basel. Daneben leitete er von 1993 bis 2003 das ensemble für neue musik zürich und war Präsident der IGNM Basel. Jürg Henneberger ist ein weithin gefragter künstlerischer Leiter grosser Opernproduktionen des mehrheitlich zeitgenössischen Repertoires, so beispielsweise am Theater Basel «Aus Deutschland» von Mauricio Kagel und «Satyricon» von Bruno Maderna und die Produktionen von Christoph Marthaler «The Unanswered Question» und «20th Century Blues» und die Schweizer Erstaufführung der Oper «Die Soldaten» von Bernd Alois Zimmermann sowie Alban Bergs «Lulu» am Staatstheater Hannover. Als Pianist tritt er insbesondere als Liedbegleiter und Kammermusiker auf. Jürg Henneberger ist seit 1989 Dozent für Partiturspiel, Kammermusik und Interpretation Zeitgenössischer Musik sowie Leiter des Ensemble Diagonal an der Hochschule für Musik Basel. Seit 2009 ist er Professor und gemeinsam mit Mike Svoboda und Marcus Weiss künstlerischer Leiter des Master of Arts in Spezialisierter Musikalischer Performance Zeitgenössische Musik.

Stéphanie Anne Ibnine

Stéphanie Anne Ibnine

Stéphanie Anne Ibnine ist eine leidenschaftliche und unkonventionelle Szenografin und Innenarchitektin, die gerne die Grenzen der Wahrnehmung auslotet und vielschichtige Räume und holistische Erlebnisse für Nutzer*innen kreiert. Ihr Anliegen ist es den NutzerInnen spannende Narrationen zu vermitteln und sie damit auf verschiedene Art und Weise zu berühren. Sie geht ihrer Leidenschaft mit viel Sensibilität für das menschliche Empfinden und einem Gespür für das Ästhetische nach. Durch ihre kreative und strukturierte Herangehensweise entstehen Konzepte in unterschiedlichsten Bereichen, mit welchen bestimmte Botschaften und Atmosphären vermittelt werden können. Sie studiert an der HGK in Basel, lebt und arbeitet gemeinsam mit ihrer Familie zwischen der Schweiz und Marokko.

Ioana Ilie

Ioana Ilie

Die Rumänin gewann zahlreiche Wettbewerbe und trat bislang in Europa, Amerika und Asien auf. Ein Stipendium ließ sie ein Jahr in England verbringen und ihre Studien an der Hochschule für Musik FHNW Basel schloss sie mit Auszeichnung ab. 2014 wurde sie als Stipendiatin im Förderprogramm für junge Musizierende der Notenstein La Roche Privatbank gewählt. Ioana war zwischen 2011-2015 Dozentin für Klavier- Improvisation an der Musikhochschule Trossingen und ab 2015 unterrichtet sie an der Musikschule Basel. Ihr Name steht heutzutage hauptsächlich für die Improvisation, mit der sie in selbst-moderierten Konzerten zu hören ist, sowie für die elegante Kunst der Liedbegleitung, die sie mit Werner Güra zusammenarbeiten ließ und mit der Sopranistin Sarah Baxter in einem Lied-Duo musikalisch verbindet. Auf ihrer CD, ON CLOUD TEN, sind Klavierwerke von Chopin, Beethoven sowie ihre Komposition, „The Clouds“, zu hören: eine Sammlung aus 10 Klavierstücken die jede Wolkengattung musikalisch darstellt.

Graham Johnson

Graham Johnson

Er gilt als einer der bekanntesten Liedbegleiter unserer Zeit und arbeitete mit Weltstars wie etwa Brigitte Fassbaender, Jessye Norman, Thomas Hampson, Peter Schreier oder Elisabeth Schwarzkopf. Der Pianist studierte in London an der Royal Academy of Music. Unter seinen Lehrern sind Gerald Moore und Geoffrey Parsons hervorzuheben. 1976 gründete er mit F. Lott, A. Murray, A.R. Johnson und R. Jackson den Songmakers’ Almanac, um vernachlässigte Vokalmusik wiederaufzuführen. Aus dieser Arbeit erwuchsen allein über 250 verschiedene Liederabend-Programme. Zu seinen Verdiensten zählt die Gesamtaufnahme des Schubert’schen Liedschaffens auf dem Label Hyperion Records. Ähnliche Projekte wurden auch mit Liedern Schumanns und Faurés umgesetzt. Darüber hinaus nahm er zahllose CDs mit englischen Kunstliedern auf. Seine ausgezeichnet recherchierten fachlichen Erläuterungen sind sehr geschätzt. Johnson ist wesentlicher Repräsentant des Konzertbetriebs der Wigmore Hall in London und Jury-Vorsitzender des Wigmore Hall Song Competition. Außerdem ist er Verfasser von Büchern über das französische Kunstlied, einer Dokumentation von Vorlesungen über die Lieder B. Brittens und eines Buches über die Lieder G. Faurés. Johnson ist Senior Professor für Korrepetition an der Guildhall School of Music und Mitglied der Königlichen Musikakademie. Er hält Meisterklassen an Musikhochschulen und bei Festspielen ab. Seit 2010 ist er Ehrenmitglied der Royal Philharmonic Society.

Barbora Horáková Joly

Barbora Horáková Joly

Barbora Horáková Joly, geboren in Prag, studierte an den Musik-Akademien in Basel und Genf Gesang. Als Mitglied des internationalen Schweizer Opernstudios wurde sie bei zahlreichen Wettbewerben ausgezeichnet. Sie war als Assistentin, Spielleiterin und Dramaturgin am Theater Basel tätig und arbeitete dort u. a. mit David Bösch, Georges Delnon, Frank Hilbrich, Vera Nemirova, Sebastian Nübling und Armin Petras. Hèctor Parras »Wilde« bei den Schwetzinger Festspielen 2015 war der Auftakt zu einer prägenden Zusammenarbeit mit Calixto Bieito, für den sie zahlreiche Inszenierungen in Nürnberg, Venedig, Bilbao, Leipzig und Madrid adaptierte. Poulencs »La voix humaine« in Neuchâtel markierte den Beginn ihrer eigenständigen Regiearbeit. Seither inszenierte sie u. a. in Basel (»L’enfant et les sortilèges«), Oslo und Basel (»Pelléas et Mélisande«), Bilbao (»L’Orfeo«, »El amor brujo«, »Dido and Aeneas«), Wuppertal und England (»Luisa Miller«), beim Festival in Heidenheim (»Un giorno di regno«), in Lyon (»La bella dormente nel bosco«), am Theater an der Wien (»L’enfant/Olympia«), in Dresden (»Der goldene Drache«), in Mannheim (»Dark Spring«), sowie in Hannover (»Carmen«). 2017 gewann sie einen der Preise des Ring Award in Graz, bei den »International Opera Awards« wurde sie Newcomerin des Jahres 2018, 2019 wurde sie mit dem spanischen Theaterpreis »Los Premios Ercilla« für der beste Aufführung ausgezeichnet. Seit 2019/20 ist Barbora Horáková Joly Hausregisseurin an der Staatsoper Hannover.

Robert Koller

Robert Koller

Robert Koller, Bass-Bariton, ist sowohl als Spezialist für Zeitgenössische Musik als auch in den grossen Oratorienpartien ein gefragter Solist und Kammermusiker. So sang er u.a. als Bassolist in Händels „Siroe, Re di Persia“ an der Musikhalle Hamburg und der Zellerbach Hall/San Francisco mit dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon sowie an der Styriarte Graz unter Jordi Savall. Es folgten u.a. Hauptrollen und Orchesterrezitals am Cervantino Festival Mexico, Gaida Festival Vilnius, am Davos Festival, Società del Quartetto Milano, Cantiere Internazionale Montepulciano, Acht Brücken Festival Köln, Teatro Colon Buenos Aires und an der Philharmonie Kiev. Die Semperoper Dresden engagierte ihn 2012 für die Titelrolle in „El Cimarron“. 2013 war er an den Ittinger Pfingsttagen und 2014 an der Alten Oper Frankfurt als Solist unter Heinz Holliger zu hören. Weitere Stationen waren die Berliner Philharmonie, Aichi Arts Center, Japan, Alte Oper Frankfurt, das Lucerne Festival und die Schwetziger Festspiele. Wichtige weitere Orchester in seiner Karriere sind das Sinfonieorchester Basel und Kammerorchester Basel, die Jenaer Philharmonie und das Kollegium Musicum Winterthur.

Mario Ludwig

Mario Ludwig

Dr. Mario Ludwig gehört zu den bekanntesten deutschen Tierbuchautoren. 30 Bücher, in denen er sich unterhaltsam und humorvoll mit den Phänomenen der Natur auseinandersetzt, hat der promovierte Biologe bisher veröffentlicht. Mit seinen „Unglaublichen Geschichten aus dem Tierreich“ und „Genial gebaut“ landete er in den deutschen Bestsellerlisten. Ludwig war bereits dreimal für das „Wissenschaftsbuch des Jahres“ nominiert. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Mario Ludwig durch seine zahlreichen Auftritte in TV-Talkshows und anderen Fernsehsendungen. Mario Ludwig gibt es übrigens auch zu hören: Wöchentlich stellt er in seinen eigenen Sendungen „Das Tiergespräch“ im Deutschlandfunk und „Tiere“ bei Radio Bremen neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft vor – nur aufregend und außergewöhnlich sollten sie sein.

Cécile Marti

Cécile Marti

Cécile Marti studierte Komposition bei Dieter Ammann an der Hochschule Luzern. Weitere Lehrer und Lehrerinnen waren Georg Friedrich Haas, Kaija Saariaho und Malcolm Singer. 2017 promovierte Marti an der Guildhall School of Music and Drama in London und absolviert derzeit ein Postdoc am King’s College in London. Sie gewann 2008 den Kompositionswettbewerb der 9. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik, war Stipendiatin der Landis & Gyr Stiftung und der Stiftung Bartels und erhielt Forschungsstipendien der Albert Koechlin-Stiftung und des Schweizerischen Nationalfonds. Sie war Composer-in-Residence beim Symphonieorchester SOBS und für 2018/19 wurde ihr die ‚Carte Blanche‘ der Fondation SUISA verliehen. Ihre Werke werden von renommierten Festivals und Orchestern aufgeführt, zB. Davos Festival, Luzerner Sinfonieorchester, Collegium Novum Zürich, Lucerne Festival, Musica Nova Helsinki, Warsaw Autumn, reMusik Festival St. Petersburg. Jüngst erhielt sie Aufträge des Ensemble für neue Musik Zürich, der Sinfonietta Basel, dem Festival Zeiträume Basel und von Radio France.

Aimee Parret

Aimée Paret

Aimée Paret ist seit über 30 Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen der internationalen klassischen Musikszene tätig. Seit 2010 bildet die Karriereberatung von Solist*innen und Dirigent*innen einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. In ihrem Berliner Büro bietet sie Solist*innen, Ensembles und Dirigent*innen in allen Phasen ihrer Karriere Einzelsitzungen zu Managementfragen und Karriereentwicklung an. 

Zur Zeit berät Aimée Preisträger*innen der internationalen Dirigentenwettbewerbe von Bamberg, Besançon, und Rotterdam; sie arbeitet mit der Leeds International Piano Competition sowie dem Kammermusik-Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ zusammen und koordiniert Sir András Schiffs  „Building Bridges“-Initiative, die jungen Pianist*innen eine aussergewöhnliche Alternative zur Teilnahme an Wettbewerben bietet. Ihr grosses Interesse an zeitgenössischer Musik findet Ausdruck in ihrer jahrelangen engen Zusammenarbeit mit dem Komponisten Brett Dean.

Wolfram Rieger

Wolfram Rieger

Umfangreiche Konzerttätigkeit in ganz Europa, Nord- und Südamerika sowie im Nahen und Fernen Osten. Wolfram Rieger ist langjähriger Klavierpartner von Brigitte Fassbaender, Juliane Banse, Barbara Bonney, Annette Dasch, Anja Harteros, Christiane Karg, Thomas Hampson, Olaf Bär, Peter Schreier, Thomas Quasthoff und Kammermusikpartner des Cherubini-Quartetts, des Petersen-Quartetts sowie des Vogler-Quartetts. Er ist regelmäßig zu Gast in den großen Konzertsälen und bei wichtigen internationalen Musik-Festivals. Wolfram Rieger hat an der Hochschule für Musik ”Hanns Eisler” in Berlin eine Professur für Lied inne. Darüber hinaus ist er ein gesuchter Gastlehrer und gibt regelmäßig Interpretationskurse in Europa und Japan. Mittlerweile sind unter seinen ehemaligen Schülern nicht nur viele erfolgreiche Liedpianisten, sondern auch einige ihrerseits erfolgreiche Professoren. Seine zahlreichen CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels erhielten vielfach Preise der Schallplattenkritik. Besonders ehrenvolle Auszeichnungen erhielt er mit der Ehrenmedaille der Franz-Schubert-Gesellschaft von Barcelona sowie der Hugo-Wolf-Medaille der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

Dorothea Röschmann

Dorothea Röschmann

Die gebürtige Flensburgerin Dorothea Röschmann wurde 2017 zur Kammersängerin an der Deutschen Staatsoper Berlin ernannt, zu deren Ensemble sie seit vielen Jahren gehörte. Seit 1995 ist sie häufiger Gast bei den Salzburger Festspielen und arbeitet regelmäßig an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper Dresden, dem Royal Opera House Covent Garden und in Berlin. Sie ist als hervorragende Mozart-Sängerin bekannt und viele ihrer Paraderollen sind auf einer Aufnahme von Mozart-Arien mit Daniel Harding und dem Swedish Radio Symphony Orchestra für Sony Classics dokumentiert. Mit Rollendebüts als Ariadne, Elisabeth (Tannhäuser) an der Dresdner Semperoper und Glucks Alceste an der Bayerischen Staatsoper München wagte sie sich kürzlich auf neues Terrain. Als renommierte Liedsängerin wurde sie 2017 für ihre CD “Schumann & Berg“ mit Mitsuko Uchida mit einem Grammy in der Kategorie „Bestes klassisches Solo-Album“ ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Emma Smith

Emma Smith

Emma Smith ist Professorin für Shakespeare Studies an der University of Oxford. Sie hat in Großbritannien und in zahlreichen anderen Ländern Vorträge zu Shakespeare und dem frühen modernen Drama gehalten. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Methodologie des Schreibens über Theater und die Entwicklung von Analogien zwischen Kino, Filmtheorie und frühneuzeitlicher Performance. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören: Macbeth: Language and Writing (2013), The Cambridge Shakespeare Guide (Cambridge, 2012) und Shakespeare’s First Folio: Four Centuries of an Iconic Book (2016) sowie der äusserst beliebte Podcast Approaching Shakespeare (2010-2017).

Esther Valentin

Esther Valentin

Esther Valentin studierte an der HfMT Köln. 2021 wird sie in die Debüt-Reihe des Nikolai- Saal Potsdam aufgenommen. Seit 2019 sind Valentin und ihre Duopartnerin Anastasia Grishutina als Liedduo Teil des Förderprogramms „SWR2 New Talent“. 2020 war sie mit zwei CDs in sieben Kategorien für den OpusKlassik nominiert. 2020 erhielt sie mit Grishutina den Brüser Berg Musikpreis. 2019 wurde dem Duo der Pressepreis, der Junior Jury Preis und der Publikumspreis beim 53. IVC LiedDuo Wettbewerb ’s-Hertogenbosch verliehen. Den 1. Preis sowie den Publikumspreis des Internationalen Schubert-Wettbewerbs Dortmund gewannen sie 2018. Valentin erhielt Stipendien des Heidelberger Frühlings, des Festivals LiedBasel, sowie URIM 2020. Ebenfalls mit Grishutina wurde sie mit dem Bruno-Frey-Preis ausgezeichnet. 2015 gewann sie mit Rie Akamatsu den 1. Preis des hochschulinternen Liedwettbewerbs der HfMT Köln sowie den Festival Vocallis Preis 2016. Anfang 2020 gab sie ihr Debüt in der Philharmonie Essen mit Wagners Wesendonck- Liedern. Sie ist unter anderem eingeladen bei der Schubertíada Vilabertran in Barcelona, spielte Beethoven-Lieder mit Eric Scheider für RheinVocal ein und hat zu der Einweihung der Fenster Gerhard Richters in der Benediktinerabtei St. Mauritius zu Tholey gesungen. Für 2021 sind drei CD-Produktionen geplant.

Sibylle Burkart

Sibylle Burkart

Sibylle Burkart, geboren 1968 in Luzern, lebt in Basel. Freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin. Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich (heute ZHdK). Von 2000 bis 2006 Schauspielerin am Vorstadttheater Basel. Zahlreiche Inszenierungen mit Schulklassen und Laiengruppen u.a. am Schauspielhaus Zürich, am Vordtadttheater Basel und an der Schola Cantorum Basiliensis. Sibylle Burkart ist seit 2016 Oiel exterieur für die Reihe Stückbox am sogar Theater in Zürich und seit 2019 für Theater Amalgam.

Sarah Maria Sun

Sarah Maria Sun

Sarah Maria Sun macht eine einzigartige Karriere als Interpretin für Zeitgenössische Musik Ihr Repertoire umfasst neben zahlreichen Liedern über neunhundert Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, davon mehr als dreihundert Uraufführungen. In der Saison 2019/20 ist Sarah Maria Sun mit Schönbergs Pierrot Lunaire und Weills Sieben Todsünden beim Beethovenfest Bonn zu erleben und singt die Eliza Doolittle in My Fair Lady an der Elbphilharmonie Hamburg. Weiterhin steht u.a. eine Uraufführung von Iris ter Shiphorst mit dem Ensemble Modern und Enno Poppe an. Bei den Salzburger Festspielen singt sie die „Compagna“ in Luigi Nono‘s „Intolleranza“ unter der Leitung von Ingo Metzmacher mit den Wiener Philharmonikern. Sarah Maria Sun konzertierte mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock, Susanna Mälkki, Peter Rundel und Heinz Holliger.

Im Herbst 2019 und Frühjahr 2020 erscheinen die beiden CD Einspielungen „Harawi“ mit Liedern von Olivier Messiaen und „Killer Instincts“ mit Werken von Tom Waits, Kurt Weill, Leonard Bernstein und Randy Newman. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit 2019 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Musikhochschule.

Jan Philip Schulze

Jan Philip Schulze

Jan Philip Schulze verfolgt eine besonders vielseitige Karriere, die ihn als Liedbegleiter, Kammermusiker und Spezialist für Neue Musik regelmäßig auf die großen Podien Europas und Asiens führt und zugleich pädagogische, veranstalterische und editorische Tätigkeiten bündelt.
Mit Juliane Banse, Annette Dasch, Rachel Harnisch, Dietrich Henschel, Christiane Iven, Jonas Kaufmann, Johan Reuter, Robert Dean Smith, Sarah Maria Sun, Roman Trekel und Violeta Urmana ist Jan Philip Schulze u.a. bei den Salzburger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, den Festivals von Luzern, München, Edinburgh und Tokio, an der Mailänder Scala und den Opernhäusern von Madrid, Valencia, Barcelona, Paris, Brüssel, in der Berliner Philharmonie und der Londoner Wigmore Hall aufgetreten. Er hat zahlreiche Werke uraufgeführt und über Jahre mit den Komponisten Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel, Jörg Widmann, Manfred Trojahn, Nikolaus Brass und vielen anderen eng zusammengearbeitet sowie Klavierkonzerte von Xenakis, Staude und Schöllhorn mit den Sinfonieorchester des BR und WDR und den Münchner Philharmonikern gestaltet. Voll Entdeckerlust hat er in den letzten Jahren eine breitgefächerte und vielfach preisgekrönte Diskographie eingespielt: neben hochgelobten Einspielungen der Klavierwerke von Jörg Widmann (neos) und Hans Werner Henze (col legno) umfasst sie u.a. frühklassische Kammermusik (mit dem Trio Amédée auf Dabringhaus), Hindemiths „Marienleben“ (mit Rachel Harnisch bei Naxos) und Klaviersextette aus Frankreich (mit dem Arcis Quintett bei calig).

Andrea-Scartazzini

Andrea Scartazzini

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971 in Basel) studierte Germanistik und Italianistik an der Universität Basel sowie Komposition bei Rudolf Kelterborn (Basel) und Wolfgang Rihm (Karlsruhe). 1999/2000 verbrachte er ein Studiensemester an der Royal Academy of Music in London. 2004 war er Composer in residence an der Uni Witten Herdecke, 2011 und 2018 Gast im Swatch Art Peace Hotel in Shanghai, 2012/13 Stipendiat am Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Er erhielt mehrere Preise, darunter den Studienpreis der Ernst von Siemens Stiftung München, die Jakob Burckhardt-Auszeichnung der Goethe-Stiftung Basel sowie den Alexander Clavel-Preis Riehen.

Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Opern  Edward II (Deutsche Oper Berlin 2017), Der Sandmann (Theater Basel 2012, Oper Frankfurt 2016) , sowie WUT (Theater Erfurt 2006, Theater Bern 2010). Seine Stücke werden an bedeutenden Festivals (Salzburger Osterfestspiele, Lucerne Festival, Stars at the Rhine, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Prager Premieren u.a.) durch zahlreiche Ensembles und Orchester gespielt (u.a. Quatuor Diotima, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern, Ensemble Phoenix, Collegium Novum Zürich, Ensemble Contrechamps, Sinfonieorchester Basel, Kammerorchester Basel, basel sinfonietta, Berner Symphonieorchester, Jenaer Philharmonie, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz u.a.). Seit Herbst 2018 begleitet Scartazzini die Jenaer Philharmonie über mehrere Jahre als Composer in residence. Er arbeitet an einem mehrteiligen Werk mit Bezug zum Gustav Mahler-Zyklus, den der GMD Simon Gaudenz und die Jenaer Philharmonie aufführen. Zu jeder Symphonie Mahlers entsteht ein kurzer symphonischer Satz, und mit jeder Aufführung Mahlers wachsen diese symphonischen Sätze Scartazzinis zu einem gross angelegten Orchesterstück zusammen.

Kurt Pelda

Kurt Pelda

1965 in Basel geboren, Ökonomiestudium an der Uni Basel mit anschliessender Promotion. Schon im Alter von 19 Jahren als Kriegsreporter in Afghanistan unterwegs. Spätere journalistische Stationen waren die NZZ, für die er sieben Jahre lang als Afrikakorrespondent arbeitete, die Financial Times Deutschland, die Weltwoche und heute Tamedia. Als freier Journalist gewann er 2014 den Schweizer Menschenrechtspreis und wurde Journalist des Jahres.

Johannes Kopp

Johannes Kopp

Johannes Kopp, geboren 1961 in Säckingen, hat an der Universität Mannheim Soziologie, Sozialpsychologie und Politikwissenschaften studiert und dort auch zu Fragen der Ehescheidung beziehungsweise Geburtenentwicklung promoviert und habilitiert. Nach Tätigkeiten an den Universitäten Mannheim, Köln, Konstanz, München und Landau war er von 2004 bis 2013 an der TU Chemnitz, seit 2013 ist er Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität Trier. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Familiensoziologie, Gesundheits- und Regionalforschung, Mikrosimulation und allgemeine Soziologie. Herr Kopp ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Mannheim

Federspiel

Federspiel

Seit seiner Gründung 2004 stetig musikalisch gereift, entwickelte Federspiel eine transparente, klanglich vielschichtige Tonsprache. Als künstlerisches Schwergewicht mit federleichten Kompositionen im Gepäck bespielt das Ensemble längst die etabliertesten Bühnen weltweit.

Pioniergeistig und dennoch stets voller Respekt begibt sich Federspiel in traditionelle Gefilde, verwebt Anklänge aus der ungarischen oder mexikanischen Musiktradition mit alpenländischem Repertoire, perkussive Spielweisen mit elektronischen Klängen, um etwas Neues zu kreieren – zeitgenössische Musik, die sich ebenso ehrfürchtig vor ihrer Vergangenheit verneigt, wie sie sich mutig in die Zukunft entwirft.

Die Lust am Neuen, am Persönlichen und Unverwechselbaren, kombiniert mit der für das Publikum so spürbar grenzenlosen Spiellust, macht Federspiel zu einem der innovativsten und interessantesten Klangkörper der europäischen Musikszene – mit über 50 Konzerten jährlich – darunter der Goldene Saal des Wiener Musikvereins, die Berliner Philharmonie, die Hamburger Elbphilharmonie, das Vancouver Island Music Festival oder die Stanford University.

Die Eröffnung der Wiener Festwochen sind in der Vita des Ensembles genauso zu finden wie das WOMAD Festival oder die EXPO Milano. Auch Fernsehen und Radio haben dem Ensemble und seiner Musik Plattformen gegeben. So wurden Konzerte live auf Ö1, BBC Radio 3 oder im WDR übertragen und eigene Sendungen über das Ensemble im Rahmen des ORF Kulturmontag, auf 3Sat und ServusTV gestaltet.

Abdelhade-Deb

Abdelhade Deb

Abdelhade Deb (*1984) wuchs in Damaskus, Syrien auf, wo er sich zum Musikwissenschaftler und Musikpädagogen (Hauptfach Oud und Gesang) ausbilden liess. Er weist eine langjährige Erfahrung als Musikpädagoge und freiberuflicher Musiker aus. Seit seiner Ankunft in Deutschland (2015) war er unter anderem als Dozent (Oud) in Mannheim tätig und verschiedenen Konzertengagement brachten ihn nach Kopenhagen, Amsterdam, Istanbul und London.

Zora-del-Buono

Zora del Buono

Zora del Buono ist eine Schweizer Autorin. Die Architektin ETH arbeitete im Berlin der Wendezeit als Bauleiterin, studierte später Filmarchitektur und war Gründungsmitglied der Zeitschrift «mare». Ihren ersten Roman «Canitz’ Verlangen» veröffentlichte sie 2008 im mare Verlag. In den letzten zehn Jahren sind sechs Bücher von ihr erschienen, zuletzt die Bauarbeiternovelle «Gotthard», der Campusroman «Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt» und das literarische Reisebuch «Das Leben der Mächtigen – Reisen zu alten Bäumen», für das sie 14 der ältesten Bäume der Welt besuchte. Zur Zeit schreibt sie an ihrem Familienroman, der sie nach Süditalien und Slowenien führte, sie mit dem Kommunismus vertraut machte und sie während der Recherche entdecken liess, dass ihre Grossmutter in einen Mord verwickelt war.

Daniel Behle

Der Sänger und Komponist Daniel Behle wurde 2020 für seine „MoZart“ Einspielung mit dem OPUS Klassik als „Sänger des Jahres“ geehrt. Er ist in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich und gab Anfang 2020 sein hochgelobtes Debüt als Lohengrin. Sein Repertoire reicht von barocken Meisterwerken, klassischem und romantischem Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Seine Saison 2021/22 hält etliche Höhepunkte wie Auftritte in der Elbphilharmonie, Brittens „War Requiem“ und sein Liederabend Debüt im Musikverein Wien bereit. Opernengagements führen ihn an das Royal Opera House Covent Garden („Die Zauberflöte“), die Bayerische Staatsoper („Giuditta“ und „Die schweigsame Frau“) und die Wiener Staatsoper („Die Entführung aus dem Serail“).

Daniel Behle konzertiert regelmäßig mit Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester und dem Gewandhausorchester Leipzig und arbeitet dabei mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, James Gaffigan, Hartmut Haenchen, Thomas Hengelbrock, Pablo Heras-Casado, Marek Janowski, Philippe Jordan, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst.

Wichtige Opernengagements der letzten Jahre führten ihn an das Royal Opera House Covent Garden, das Staatstheater Stuttgart, Opernhaus Zürich, die Bayerische Staatsoper München und zu den Bayreuther Festspielen.

Auch als Komponist macht Behle zunehmend von sich reden: Nach den Bearbeitungen für Tenor und Klaviertrio „WinterreiseN“ (Sony Classical), „Mein Hamburg“ (Berlin Classics) und „Meine schönsten Weihnachtslieder“ (Sony Classical), hat er nun seine erste Operette „Hopfen und Malz“ fertiggestellt, deren Uraufführung für Januar 2023 vorgesehen ist.

Seine stetig wachsende Diskographie umfasst Aufnahmen wie „Die Schöne Müllerin“ und Strauss Lieder (beide Capriccio), Gluck „Arias“ (Decca) und Schubert „Arien“ (dhm). Sein zweites Strauss Album „Un-Erhört“ (Prospero Classical) mit Oliver Schnyder am Klavier wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Daniel Behle lebt mit seiner Familie in Basel.

Sacha-Batthyany

Sacha Batthyany

Sacha Batthyany studierte Soziologie in Zürich und Madrid. Nach seinem Studium war er Redakteur bei der Neuen Zürcher Zeitung und beim Tages-Anzeiger. Daneben unterrichtete er an der Schweizer Journalistenschule in Luzern. Seit 2015 schreibt Sacha Batthyany in Washington als Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung, Das Magazin und den Tages-Anzeiger. 2016 erschien sein erster Roman «Und was hat das mit mir zu tun?». Er wurde für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Roman Melish

Absolvent der Nationalen Musikakademie der Ukraine (als Chorleiter / Kiew, Ukraine – 2013) und der Schola Cantorum Basiliensis (als Sänger/Basel, Schweiz – 2018). Solist in der Liatoshynskyi Capella des Nationalen Hauses der Musik (Kiew). Außerdem arbeitet er als Solist mit „Offene Oper der Ukraine“, dem Nationalen Symphonieorchester der Ukraine, dem Nationalen Solistenensemble „Kyiv Camerata“, dem Nationalen Präsidentenorchester der Ukraine und der Nationalen Philharmonie Lviv zusammen. Als Mitglied der Ensembles „Profeti della Quinta“, „Sollazzo Ensemble“, „La Cetra“, „La Morra“, „Musica Fiorita“ (Schweiz), „Gilles Binchois“ (Frankreich) und „Ansambl Responsorium“ (Kroatien) trat er in mehr als 30 Ländern auf, darunter in den USA, Kanada, China, Südafrika, Israel und in den Ländern der Europäischen Union.

Ivanna Plish

Ivanna absolvierte die Nationale Musikakademie der Ukraine (2005 als Chorleiterin, 2006 als Sängerin). Im Jahr 2008 gewann sie das Diplom des Zweiten Internationalen Wettbewerbs für Vokalisten, der nach B. Hmyria benannt ist. Seit 2009 ist sie Vokalillustratorin in der Abteilung für Begleitung (Nationale Musikakademie der Ukraine), seit 2011-2016 Solistin der Nationalen Akademischen Capella „Dumka“.

 

Als Solistin arbeitete Ivanna Plish mit dem Nationalen
Symphonieorchester der Ukraine, dem Nationalen Ensemble „Kiewer Solisten“, dem Kiewer Kammerorchester, dem Nationalen Solistenensemble
„Kiewer Camerata“, dem Symphonieorchester der Nationalen Philharmonie der Ukraine, dem Ensemble für klassische Musik nach B. Liatoshynsky, der
Staatlichen Banduristenkapelle nach G. Mayboroda und dem Staatlichen Männerkammerchor
„Credo“ zusammen. Sie nahm auch an Festivals wie dem IV. Internationalen Festival für Kirchenmusik in Rottenburg (Deutschland), dem Polyfollia-Festival in Saint-Lo (Frankreich), dem Kyiv-Music-Fest, dem I.
Ukrainisch-amerikanischen Musikfestival und der Internationalen Osterversammlung (Ukraine) teil. Sie erhielt zudem die Auszeichung „Verdiente Künstlerin der Ukraine“.

Klaus Brömmelmeier

Klaus Brömmelmeier

*1971
Nach dem Studium an der ZHDK arbeitete er von 1997 bis 2000 als Schauspieler am Theater Freiburg (i. Br.).
1999 erhielt er für seine Darstellung des Hamlet (Regie M. Thalheimer) den „Deutschen Intendantenpreis“. 
Von 2000 bis 2007 gehörte er dem Ensemble des Theater Basel an und von 2009 bis 2019 war er Ensemblemitglied im Schauspielhaus Zürich.
2019-2020 war er nochmal für ein Jahr im Ensemble des Theater Basel.
Gastengagements führten ihn u.a. ans Theater Bern, das Residenztheater München, die Ruhrtriennale in Bochum und ans Burgtheater Wien.
Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Schauspieler führt er immer wieder Regie bei eigenen Projekten im Bereich Theater und Musik.
Im Radio ist er ein regelmässig zu hörender Sprecher und in Film und Fernsehen ein allmählich öfter zu sehender Darsteller.
Regelmässig arbeitet er als Dozent/Coach an der Hochschule der Künste Bern.
Klaus lebt mit seiner Familie in Basel.

Ruben Drole

Ruben Drole wurde als Sohn slowenisch-spanischer Eltern in der Schweiz geboren, studierte bei Prof. Jane Thorner an der Musikhochschule Zürich und gehört seit 2005 zum Ensemble des Opernhauses Zürich. Dort hat er u.a. Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte), Figaro (Nozze di Figaro) und Leporello (Don Giovanni) gesungen.

Ausserhalb seines Stammhauses sang Drole in Konzert und Oper u.a. bei den Salzburger Festspielen, Styriarte Graz, Festival d’Aix-en-Provence, Theater an der Wien, Semperoper Dresden, Theatre des Champs Elysees, Alte Oper Frankfurt, Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Lincoln Center NY und NHK Hall Tokyo.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst und William Christie sowie mit Regisseuren wie Sven-Eric Bechtolf, Martin Kušej und Claus Guth.

In letzter Zeit setzt sich Drole vermehrt mit zeitgenössischem Repertoire auseinander und lotet die Grenzen seines Fachs aus. So konnte er am Opernhaus Zürich seit 2019 in den Uraufführungen ‚Last Call’ von Michael Pelzel, ‚Die Odyssee’ von Leonard Evers und ,Alice im Wunderland’ von Pierangelo Valtinoni das Publikum begeistern. Des weiteren hat er am selben Haus als Schauspieler 2020 in Stravinsky’s ‚Geschichte vom Soldaten’ und 2022 im Ballett ‚Nachtträume’ von Marcos Morau grosse Erfolge feiern können.Drole bestreitet auch regelmässig Liederabende.

Benjamin Appl

Benjamin Appl gilt heute als einer der wichtigsten Botschafter für die Kunstform des Liedes. Sein Weg in die Spitzenklasse der Konzerthäuser und Festivals verlief stetig: von den Regensburger Domspatzen ging es an die Hochschule für Musik und Theater in München und die Guildhall School of Music & Drama in London. Wesentlich beeinflusst wurde er von der Legende des Lied-Gesangs Dietrich Fischer-Dieskau, dessen letzter Schüler er war. Prägend ist auch die mehrjährige intensive Arbeit mit György Kurtág an seinen Kompositionen.

Die BBC kürte ihn im Herbst 2014 zum „New Generation Artist“; in der Saison 2015/16 sang Benjamin Appl in der Reihe „ECHO Rising Stars“ Liederabende in Europas führenden Konzertsälen. 2016 erhielt er den Gramophone Award als „New Artist of the Year“. Von der Wigmore Hall wurde er als „Emerging Talent“ ausgewählt. Im März 2018 verlieh die Académie du Disque Lyrique in Paris Benjamin Appl den „Orphée d´Or Dietrich Fischer-Dieskau“ als bestem Lied-Interpreten.

Von seinen Partnern am Flügel seien hier beispielhaft Graham Johnson, Kristian Bezuidenhout, James Baillieu und Kit Armstrong genannt. Aktuelle Programme gibt es mit Alice Sara Ott, den Brüdern Arthur und Lucas Jussen, Thomas Dunford (Laute) sowie Martynas Levickis (Akkordeon). Für seine Präsentation der drei Schubert-Zyklen wurde Benjamin Appl 2019 in New York und beim Girona Festival gefeiert. In der Wigmore Hall in London tritt Benjamin Appl seit vielen Jahren regelmäßig auf. 2021 war Benjamin Appl „Musician in Residence“ in der florentinischen Villa „I Tatti“, dem Harvard University Center in Florenz. 

Auch auf der Opernbühne ist Benjamin Appl zuhause und arbeitete dort und im Konzert mit Dirigenten/innen wie Marin Alsop, Thomas Dausgaard, Johannes Debus, Ed Gardner, Alan Gilbert, Reinhard Goebel, Enoch zu Guttenberg, Paavo Järvi, Paul McCreesh, Yannick Nézet-Séguin, Roger Norrington, Helmuth Rilling, Jordi Savall und Christian Thielemann.

Als Konzert-Solist trat Benjamin Appl u. a. mit der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Philadelphia und Seattle Symphony, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle Orchester Zürich, den BBC Orchestern sowie der Kammerphilharmonie Bremen auf. Zu seinem Oratorien-Repertoire gehören Werke wie Bachs Johannespassion, Matthäuspassion und Weihnachtsoratorium, Brahms’ Ein deutsches Requiem, Händels Der Messias, Haydns Die Schöpfung und Brittens War Requiem.

Die Diskografie des Künstlers spiegelt sein künstlerisches Schaffen und umfasst neben zahlreichen Rundfunkmitschnitten insbesondere vielfältige Lied-Aufnahmen. Auch Sibelius‘ Kullervo sowie ein Album mit Bach-Arien begleitet von Concerto Köln und eine preisgekrönte Bach-Aufnahme mit den Berliner Barocksolisten und Reinhard Goebel gehören dazu. Benjamin Appl war jahrelang Exklusivkünstler bei Sony Classical und entschloss sich in 2021 für eine langfristige Zusammenarbeit mit Alpha Classic. Das Debüt-Album mit Alpha ist Schuberts Winterreise, die im Februar 2022 veröffentlich wurde.

Benjamin Appl unterrichtet seit Herbst 2016 als Professor of German Song an der Guildhall School of Music & Drama in London.

 

Simone Keller

Die Schweizer Pianistin Simone Keller wurde 1980 in Weinfelden geboren und absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub und der Liedbegleitungsklasse von Daniel Fueter an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie pflegt als Solistin und Kammermusikerin ein sehr breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experimentellen und interdisziplinären Formaten, eigenen Konzepten und Vermittlungsprojekten und übt eine intensive Konzerttätigkeit in der Schweiz und in vielen anderen Ländern in Europa, den USA und Asien aus. 

 

2016 wurde Simone Keller für mehrere Monate in die Cité Internationale des Arts nach Paris eingeladen und lebte 2018 ein halbes Jahr in einer Künstlerresidenz in Belgrad. 2017 durfte sie mit dem Center for Computer Research in Music and Acoustics an der Stanford University in Kalifornien zusammenarbeiten und erhielt 2019 erneut Einladungen von der Columbia University und der Manhattan School of Music in New York sowie der Brown University in Providence/Boston. 2022 entwickelte sie mit PhD-Studierenden der Stanford University ein Kompositions-Projekt, das vom American Composers Forum ausgezeichnet wurde.

 

2019 erhielt Simone Keller zwei Preise der Internationalen Bodenseekonferenz und wurde im selben Jahr von Classical:NEXT für den internationalen Innovation Award nominiert. 2021 wurde sie mit dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis ausgezeichnet. 2022 wurden ihr der Thurgauer Kulturpreis und der Schweizer Musikpreis verliehen.



The Erlkings

Das ist der kokett-selbstbewusste Name dieses besonderen Quartetts, das sich dem deutschen Lied verschrieben hat. Ins Englische übersetzt und zum Country- oder Popsong arrangiert gehen die Lieder wieder dorthin, von wo sie herkamen: in den privaten Raum, vielleicht in die ‚Kneipe‘, auf jeden Fall aber in den klassischen Konzertsaal. Dem Sog dieser Musik kann sich keiner entziehen. Das energiegeladene Quartett hat den Mut, deutsche Kunstlieder in bestes Englisch zu übertragen und damit ihre bis heute uns berührende Schönheit einem internationalen Publikum zu erschließen. Mit den neuen Liedarrangements Franz Schuberts, Robert Schumanns oder Ludwig van Beethovens haben The Erlkings ihr Publikum verblüfft und sofort begeistert. Der amerikanische Bariton Bryan Benner wagt zusammen mit drei Spitzenmusikern den Blick auf die großen Liedkompositionen Schuberts, Schumanns und Beethovens. Das Quartett mit Bryan Benner (Bariton/Gitarre), Ivan Turkalj (Violoncello), Thomas Toppler (Schlagzeug/Vibraphon) und Simon Teurezbacher (Tuba) zeigt die Vitalität und den Charme der Kompositionen dieser Musikgattung, aber auch ihre Tiefe und Bedeutungsschwere. 200 Jahre alte Lieder bringen uns zum Tanzen oder Weinen, berühren unser Herz und unseren Verstand. Egal ob in Wien oder London, ob jung oder alt, ob Klassikfan oder Popfreak: Spannung und Freude sind mit The Erlkings garantiert, German Lied vom Allerfeinsten. Als begeisterter und engagierter Vertreter der Gattung Kunstlied und damit insbesondere auch für Franz Schubert hat Bryan Benner, Sänger und Gitarrist, das Ensemble ‚The Erlkings‘ gegründet. Seine modernen englischen Übersetzungen altbekannter Liedtexte dienen als Ausgangspunkt für die außergewöhnlichen Arrangements des Ensembles. Ihr Ruf verbreitete sich schnell, inzwischen sind sie in den großen Konzerthäusern und Festivals weltweit zu Gast, u.a. traten sie in der Wigmore Hall in London, im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Berlin, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Grafenegg Festival, beim Heidelberger Frühling, bei der Hugo Wolff Akademie Stuttgart und dem Podium Wittemann in Amsterdam auf. Im Mai 2022 eröffneten sie die Schubertiade in Hohenems. In der Saison 2022/2023 kehren die Musiker u.a. ans Wiener Konzerthaus zurück und haben exklusiv für die Haydnregion Niederösterreich ein neues Programm erstmals mit Vokalwerken von Joseph Haydn konzipiert.

Harald Krassnitzer

Harald Krassnitzer wurde am 10. September 1960 in Salzburg (Österreich) geboren. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Schauspieler an der Elisabethbühne in Salzburg und spielte dort dann vier Jahre lang. Anschließend war er in Wien am Volkstheater, am Grazer Schauspielhaus und am Saarländischen Staatstheater engagiert. 

Der Großteil des Publikums kennt ihn aus Erfolgs-Serien wie z.B. „Der Bergdoktor“ (1997/36 Folgen), „Der Winzerkönig“ (2005 bis 2009/39 Folgen) und „Paul Kemp – Alles kein Problem“ (2013), vor allem aber aus der TV-Reihe „Tatort“ als Kommissar Moritz Eisner seit 1999. Außerdem war er in beliebten TV Movies in über 50 Hauptrollen im In- und Ausland zu sehen. Harald Krassnitzer ist Grimmepreisträger (2014 Kategorie Fiction „Tatort“) und wurde zudem 2fach mit der Romy für den beliebtesten Serienstar ausgezeichnet. Die politische Haltung des bekennenden Humanisten und Sozialdemokraten wird sichtbar in seinem unermüdlichen tatkräftigen Einsatz für unterschiedlichste Hilfsorganisationen wie AMREF, Hilfswerk Austria, Rotes Kreuz, SOS Mitmensch und vielen weiteren. Seit 2009 ist er mit der Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer verheiratet und lebt mit ihr in Wuppertal.

James Baillieu

Als gebürtiger Südafrikaner studierte James Baillieu zunächst an der Universität von Kapstadt und später bei Michael Dussek, Malcolm Martineau und Kathryn Stott an der Royal Academy of Music in London, die er 2007 mit Diplom abschloß. Als Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste, verlieh im die Royal Academie of Music den “Christian Carpenter Preis”, berief ihn 2011 zum Professor für Klavierbegleitung und ernannte ihn zunächst 2007 zum “Hodgson Junior Fellow” und dann 2012 zu ihrem Ehrenmitglied.

 

James Baillieu, den der Daily Telegraph als “eine Klasse für sich” bezeichnete, ist Preisträger der “Wigmore Hall Song Competition”, des internationalen Wettbewerbs „Das Lied“ in Berlin, der Kathleen Ferrier und Richard Tauber Gesangs-Wettbewerbe sowie der Borletti-Buitoni Stiftung und der Geoffrey Parsons Memorial Stiftung. Er ist Absolvent des “Britten-Pears Young Artist Programme” und Lehrer an der Samling Foundation. Er hat am Europäischen Liedforum in Berlin und mit Thomas Quasthoff an der Verbier Festival Akademie gearbeitet. 2016 wurde er für den „Royal Philharmonic Society Outstanding Young Artist Award“ nominiert.

 

James Baillieu hat als Solist und Kammermusiker Konzerte in Europa und darüber hinaus gegeben. Zu seinen Instrumental-Partnern gehören Lawrence Power, Jack Liebeck und die Elias- und Heath Streich-Quartette. Als Liedbegleiter arbeitet er mit Sir Thomas Allen, Ian Bostridge, Kiri te Kanawa, Annette Dasch, Pumeza Matshikiza, Jamie Barton, Markus Werba, Allan Clayton, Gerard Collett, Jared Holt, Eri Nakamura, Catherine Wyn Rogers, Jacques Imbrailo, Sarah-Jane Brandon, Kishani Jayasinghe, Ailish Tynan, Mark Padmore und Benjamin Appl.  

 

Seine Auftritte führen ihn in so renommierte Säle wie die Wigmore Hall, das Barbican Centre, die Konzerthäuser Berlin und Wien, den Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, die Kölner Philharmonie, die Elphilharmonie und die Laeiszhalle Hamburg und die National Concert Hall Dublin. James Baillieu war ferner Gast der Festspiele von Aldeburgh, Cheltenham, Bath, City of London, Aix-en-Provence, Verbier, St Magnus, Derry, Norfolk & Norwich sowie Brighton.  Klavierabende gab er im Rahmen der internationalen Zyklen von Nottingham und Leeds. In der Royal Festival Hall spielte er ein Klavierkonzert mit dem English Chamber Orchestra. Als Solist trat er ferner mit dem Ulster Orchestra und der Wiener Kammersymphonie auf.

 

James Baillieu hat bereits mehrere Konzerreihen kuratiert, u. A. Für das Brighton Festival, die Wigmore Hall, für BBC Raidio 3, das Bath International Festival und die Perth Concert Hall. In der Saison 2015/16 gestaltete er eine Serie mit elf Konzerten an der Wigmore Hall unter dem Titel „Introducing James Baillieu“ mit Adam Walker, Jonathan McGovern, Ailish Tynan, Julian Pregardien, Henk Neven, Iesteyn Davies und Allan Clayton, um nur einige zu nennen. 2016 begleitete er den Bariton Benjamin Appl auf seiner Tour durch die wichtigsten Europäischen Konzerthäuser im Rahmen der Konzertreihe „Rising stars – die Stars von morgen“ der ECHO (European Concert Hall Organisation).

 

James Baillieu bekleidet eine Professur an der Royal Academy of Music, ist Coach beim „the Jette Parker Young Artist Programme“ am Royal Opera House, International Tutor in Piano Accompaniment am Royal Northern College of Music, Lehrer an der Samling Foundation sowie Leiter des Liedprogramme beim Atelier Lyrique der Verbier Festival Academy.

 

In der nahen Vergangenheit gab es eine Konzertreise mit Benjamin Appl durch die USA, Konzerte mit Lise Davidsen, Adam Walker, Tamsin Waley-Cohen, Peter Moore, Marcus Farnsworth und Catherine Wyn-Rogers, u. a. In Häusern wie dem Konzerthuset Stockholm, beim Aldeburgh Festival, Heidelberger Frühling und in der Phillips Collection New York. In der Wigmore Hall gibt es eine weitere Residency und beim Edinburgh International Festival wird James Baillieu debütieren.

Malcolm Martineau

Auf internationalem Niveau als einer der führenden Begleiter Großbritanniens anerkannt, ist Malcolm Martineau neben den größten Sänger*innen der Welt aufgetreten, darunter Sir Thomas Allen, Dame Janet Baker, Florian Boesch, Elīna Garanča, Angela Gheorghiu, Susan Graham, Thomas Hampson und Sir Simon Keenlyside, Angelika Kirchschlager, Dame Felicity Lott, Anne Sofie von Otter und Sonya Yoncheva.

Er ist an den wichtigsten Veranstaltungsorten der Welt aufgetreten, darunter Alice Tully Hall, Barbican Centre, Staatsoper Berlin, Carnegie Hall, Concertgebouw, Gran Theatre del Liceu, Mariinsky-Theater, Metropolitan Opera, Münchner Oper, Pariser Oper und Salle Gaveau, Royal Opera House, La Scala, Sydney Opera House, Teatro Real, Mozarteum Salzburg, Suntory Hall Tokyo, Wiener Konzerthaus, Musikverein und Staatsoper, Walt Disney Hall, Wigmore Hall und Oper Zürich. Malcolm trat auch bei den Festspielen in Aix-en-Provence, Wien und Salzburg auf.

Als produktiver Aufnahmekünstler umfasst Martineaus Diskographie von über 100 CDs, darunter viele ausgezeichnete wie „The Vagabond“ mit Sir Bryn Terfel (Gramophone Award), „Songs of War“ mit Sir Simon Keenlyside (Grammy and Gramophone Awards), „Schumann and Mahler Songs“ with Florian Boesch (BBC Music Magazine Award), „Mahler Lieder“ mit Christiane Karg (Diapason d’or) oder „El Nour“ mit Fatma Said (Gramophone Award).

Malcolm Martineau ist Professor für Klavierbegleitung an der Royal Academy of Music und Ehrendoktor und International Fellow of Accompaniment am Royal Conservatoire of Scotland. 

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzers eigentlicher Durchbruch auf der internationalen literarischen Bühne erfolgte 2004 mit dem Roman «Ein perfekter Kellner», der, wie auch «Annas Maske» (2001) und «Privatstunden» (2007) im Zürcher Verlag «Edition Epoca» erschien und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. 2008 wurde er dafür in Paris mit dem renommierten Prix Médicis étranger ausgezeichnet. Im selben Jahr erschien sein Roman «Zur falschen Zeit» im neu gegründeten Berliner Verlag Galiani, in dem auch die Romane «Aus den Fugen» (2012) und «Postskriptum» (2015) erschienen. Letzte Veröffentlichungen: «Die Jugend ist ein fremdes Land» (2017), die Romane «Unhaltbare Zustände» (2019) und «Doppelleben» (2022).

Von 2008 bis 2011 war Alain Claude Sulzer Juror bei den «Tagen der deutschsprachigen Literatur» (Ingeborg-Bachmann-Preis) in Klagenfurt. Er schreibt regelmäßig essayistische Beiträge für die Neue Zürcher Zeitung und ist Mitbegründer des Festivals LiedBasel und literarischer Berater des Projekts Haydn2032. 2022 war er für den Raabe-Preis nominiert. 

Alain Claude Sulzer lebt in Basel, Vieux Ferrette und Berlin.

Eva Gesine Baur

Eva Gesine Baur ist promovierte Kunsthistorikerin und hat zudem Literatur- und Musikwissenschaft, Psychologie und Gesang studiert. Sie hat Bücher über kulturgeschichtliche Themen und unter dem Namen Lea Singer mehrere Romane veröffentlicht. 2010 wurde ihr der Hannelore-Greve-Literaturpreis verliehen, 2016 der Schwabinger Kunstpreis.

Helene-Klaar

Helene Klaar

Helene Klaar (* 1948) ist eine österreichische Scheidungs­anwältin. Seit 1976 ist sie als selbstständige Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Familienrecht, Miet- und Arbeitsrecht tätig. Sie hat sich in Österreich als Scheidungs­anwältin einen Namen gemacht. Von Scheidungen rät sie aber ab, „weil eine nicht mehr sehr glückliche Ehe immer noch besser als das Trümmerfeld einer Scheidung“ sei. 

Klaar hat unter anderem das Buch „Scheidungs-Ratgeber für Frauen“ veröffentlicht. Helene Klaar wurde 2004 für ihre „besonderen Verdienste um Frauen im Scheidungsfall“ mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet. Helene Klaar verwehrt sich gegen die öffentliche Einschätzung, das österreichische Scheidungsrecht würde Frauen Vorteile einräumen.