Duo in Residence

Jedes Jahr lädt LIEDBasel ein Duo in Residence ein, das beim Festival einen Liederabend bestrei­tet, unse­re Stipendiat*innen-Duos der LIEDAcademy in einem öffent­li­chen Meisterkurs unter­rich­tet und unser Festival von der Eröffnung bis zum Abschlusskonzert der jun­gen Duos beglei­tet.
Bei den Residence-Duos han­delt es sich um her­aus­ra­gen­de Künstler*innen, in deren lang­jäh­ri­gem Schaffen die Liedgestaltung einen zen­tra­len Platz einnimmt. 

Das ist ins­be­son­de­re der Fall bei Ian Bostridge und Julius Drake, die beim Festival 2024 unser Duo in Residence bil­den. Die bei­den Künstler tre­ten seit Jahren welt­weit gemein­sam auf und ihre Beschäftigung mit dem Lied ist zudem durch zahl­rei­che preis­ge­krön­te Lied-CDs dokumentiert.

Ian Bostridge

Tenor

Ian Bostridges inter­na­tio­na­le Konzerttätigkeit führt ihn in die bedeu­tends­ten Konzertsäle Europas, Südostasiens und Nordamerikas. Zu sei­nen Opernauftritten zäh­len Aschenbach/Tod in Venedig für die Deutsche Oper, Peter Quint/The Turn of the Screw für das Teatro alla Scala, Händels Jeptha für die Opéra National de Paris, Nerone/L’Incoronazione di Poppea und Tom Rakewell für die Bayerische Staatsoper, Don Ottavio/Don Giovanni für die Wiener Staatsoper, Tamino/Die Zauberflöte und Jupiter/Semele für die English National Opera und Caliban/The Tempest für das Royal Opera House.

Zu den Höhepunkten die­ser Saison gehö­ren eine Tournee der Matthäus-Passion mit Les Talens Lyriques und Konzertauftritte wie Zenders Winterreise im La Monnaie, das War Requiem mit dem San Francisco Symphony Orchestra, Les Illuminations beim MITO-Festival, Les nuits d’été mit dem Stuttgarter Kammerorchester, Brittens Serenade mit dem City of Birmingham Orchestra, der Camerata Bern und dem Sapporo Symphony Orchestra sowie Folly of Desire mit Brad Mehldau im Wiener Konzerthaus und Bozar.

Seine zahl­rei­chen Aufnahmen haben alle wich­ti­gen inter­na­tio­na­len Schallplattenpreise gewon­nen und wur­den für 15 Grammys nominiert.

Sein Buch Schubert’s Winter Journey: Anatomy of an Obsession (The Pol Roger Duff Cooper Prize, 2016) erschien 2014 und sein jüngs­tes Buch, Song and Self, wur­de 2023 ver­öf­fent­licht. Bei den Neujahrsehrungen 2004 wur­de er zum CBE ernannt.

Julius Drake

Pianist

Julius Drake, der von der Zeitschrift The New Yorker als „Collaborative Pianist Nonpareil“ bezeich­net wur­de, lebt in London und genießt einen inter­na­tio­na­len Ruf als einer der bes­ten Instrumentalisten sei­nes Fachs, der mit vie­len füh­ren­den Künstler*innen der Welt zusam­men­ar­bei­tet, sowohl in  Konzerten als auch bei Aufnahmen. Er tritt regel­mäs­sig bei allen wich­ti­gen Festivals und Musikzentren auf: bei den Musikfestspielen in Aldeburgh, Edinburgh, München, der Schubertiade und Salzburg, in der Carnegie Hall und im Lincoln Center in New York, im Königlichen Concertgebouw in Amsterdam, in der Philharmonie in Berlin, im Châtelet und im Musée du Louvre in Paris, in der Mailänder Scala, in Madrid, im Musikverein und im Konzerthaus in Wien sowie in der Wigmore Hall und bei den BBC Proms in London.
Von 2000 bis 2003 lei­te­te er das Perth International Chamber Music Festival in Australien und war außer­dem musi­ka­li­scher Leiter von Deborah Warners Inszenierung von Janáčeks The Diary of One Who Disappeared. Seit 2009 ist Julius künst­le­ri­scher Leiter des Machynlleth Festivals in Wales.

Julius hat eine Professur an der Universität für Musik und dar­stel­len­de Kunst in Graz/Österreich inne. Außerdem ist er Professor für Collaborative Piano an der Guildhall School of Music in London. Er wird regel­mä­ßig zu Meisterkursen in der gan­zen Welt ein­ge­la­den: nach Aldeburgh, Brüssel, Utrecht, Cincinnati, New York, Toronto, Minneapolis, Ann Arbor, Wien und jähr­lich zum Schubert-Institut in Baden bei Wien.
Zu den Konzerten die­ser Saison gehö­ren drei Liederabende in der Reihe „Lied und Lyrik“ im Boulez-Saal Berlin, Konzertreisen in die USA mit Matthew Polenzani, nach Japan mit Ian Bostridge und Europatourneen mit Gerald Finley und Anna Prohaska.y

Duo in Residence 2019–2023

2019 Benjamin Appl, Bariton und Graham Johnson, Klavier

2021 Dorothea Röschmann, Sopran und Wolfram Rieger, Klavier

2022 Daniel Behle, Tenor und Oliver Schnyder, Klavier

2023 Angelika Kirchschlager, Mezzosopran und Malcolm Martineau, Klavier