Programm 2022

11. Mai 2022 

Mittwoch

LIEDAcademy

10:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Meisterkurs Daniel Behle / Oliver Schnyder

Öffentlicher Meisterkurs mit Daniel Behle und Oliver Schnyder.

Musik- und Kultur­zentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. Tagespass CHF 20 (nur Abendkasse)

LIEDSalon

19:00
Eröffnungsabend 

Daniel Behle, Oliver Schnyder, Ensemble Federspiel, Stipendiaten der LIEDAcademy

In einem klang­vol­len und zugleich unge­zwun­ge­nen Rahmen bie­ten wir die Möglich­keit zu einem aus­gie­bi­gen Gespräch mit unse­ren Interpret*innen. Interviews, Talk-Runden und viel Lied erlau­ben einen Vorgeschmack auf das viel­sei­ti­ge Programm. Silke Gäng und Alain Claude Sulzer führen durch den Abend.

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. CHF 30

LIEDRezital

21:30
„Albedo” Ensemble Federspiel

Die Albedo ist das Maß für das Rückstrahlvermögen von nicht selbst leuch­ten­den Oberflächen. Je hel­ler der Körper ist, des­to mehr des ein­fal­len­den Lichts wird reflek­tiert.
Den Themen Licht und Reflexion aber auch Dunkelheit und Absorption wid­men sich Federspiel mit ihrem neu­en Programm Albedo. Die Melodien bewe­gen sich zwi­schen alten Volksliedern, fan­tas­ti­schen Klangwelten und vir­tuo­sen Soundexperimenten.

Das klingt manch­mal still und weich, wie in sam­tig matt. Ein Stück mit wenig Licht und wenig äuße­rer Reflexion, das sich am Ende der Welt gegen­über öff­net. Oder es wird aus­ge­las­sen – wie bei Schützentänze. Aus dem Salzkammergut stam­mend, sind sie ein strah­len­der Funke öster­rei­chi­scher Ausgelassenheit im 5/8-Takt.
Federspiel besticht im Programm Albedo Albedo mit einer Spielfreude, die man von dem Septett gewohnt ist, die aber kei­nes­falls als selbst­ver­ständ­lich zu sehen ist. Mühelos bewe­gen sich die Musiker mit ihren Blasinstrumenten zwi­schen Dramatik und Ruhe, zwi­schen Zerbrechlichkeit und Erstarken, zwi­schen Licht und Schatten.

(Text: bue­ro balanka)

Hier leben Fiakerlieder, azte­ki­sche Melodien und roman­ti­sche Volkslieder neben­ein­an­der als Beispiel für geklun­ge­ne Integration“ (M. Krausgruber). Die sie­ben Musiker des Ensemble Federspiel sind alle Anfang 30 – machen aber seit bei­na­he 20 Jahren zusam­men Musik. Und wie! Ausgehend von der tra­di­tio­nel­len Volks- und Hausmusik ihrer Heimat Öster­reich ent­wi­ckeln sie über die Jahre ihren eige­nen, über­ra­schen­den Klang und sin­gen und spie­len sich so mühelos in die Herzen ihrer Zuhörer­schaft – von den USA, über die Elbphilharmonie bis hin zum Konzertverein Wien. Und heu­te zum ers­ten Mal über­haupt auch in Basel.

Frédéric Alvarado-Dupuy, Klarinette, Gesang
Simon Zöchbauer, Trompete, Zither, Gesang
Philip Haas, Trompete, Flügelhorn, Gesang
Christoph Moschberger, Trompete, Flügelhorn, Gesang
Thomas Winalek, Posaune, Basstrompete, Gesang
Christian Amstätter, Tenorposaune, Bassposaune, Gesang
Roland Eitzinger, Tuba, Gesang

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. CHF 30 / ermäs­sigt CHF 20

12. Mai 2022 

Donnerstag

LIEDAcademy

10:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Meisterkurs Klaus Brömmelmeier 

Öffentlicher Meisterkurs mit Klaus Brömmelmeier.

Musik- und Kultur­zentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. Tagespass CHF 20 (Abendkasse)

LIEDucation

17:00
Familienkonzert Federspielchen

Wer glaubt, ein Federspiel-Konzert sei nur für erwach­se­nes Publikum, liegt falsch. In der eigens kon­zi­pier­ten Serie „Federspielchen“ neh­men die sie­ben Musiker Kinder ab 4 Jahren als ihre voll­wer­ti­gen und liebs­ten Gäste auf und füh­ren sie spie­le­risch in die Welt der Musik.

Die letz­ten Vorbereitungen für die anste­hen­de Tournee müs­sen noch getrof­fen wer­den. Doch nicht ein­mal zur Generalprobe schaf­fen es alle Musiker pünkt­lich zu sein. Die Tuba erreicht die tiefs­ten Töne nicht. Die Posaunen lie­fern sich ein Autorennen mit ihren Instrumenten. Das Flügelhorn glaubt, es sei noch im Jazzclub, die Trompete wäre am liebs­ten eine Hoftrompete des Königs. Die Klarinette kämpft um die Aufmerksamkeit vom Blech und als wäre das nicht schon genug, fehlt dem Ensemble auch noch das wich­tigs­te Stück. Zum Glück gibt es einen Musiker, der einen küh­len Kopf bewahrt und ver­sucht die bevor­ste­hen­den Konzerte noch zu ret­ten. Mit Deiner Hilfe schafft es das Ensemble hof­fent­lich noch recht­zei­tig, einen gemein­sa­men Klang zu fin­den und eine sau­be­re Verbeugung fer­tig zu bekom­men. Gemeinsam wird gesun­gen, getanzt, gestampft und geschrien. Damit hat Federspiel kein Problem, denn so leben­dig und viel­sei­tig wie ihr jun­ges Publikum ist auch ihre Musik.

Eine inter­ak­ti­ve Musikstunde für die gan­ze Familie. Und wenn die erwach­se­nen Begleiter*innen beson­ders brav waren, dür­fen sie nach­her auch die Instrumente pro­bie­ren, aber das ent­schei­den in die­ser Konzertserie ein­zig und allein die Kinder.

Frédéric Alvarado-Dupuy, Klarinette, Gesang
Simon Zöchbauer, Trompete, Zither, Gesang
Philip Haas, Trompete, Flügelhorn, Gesang
Christoph Moschberger, Trompete, Flügelhorn, Gesang
Thomas Winalek, Posaune, Basstrompete, Gesang
Christian Amstätter, Tenorposaune, Bassposaune, Gesang
Roland Eitzinger, Tuba, Gesang

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. Kinder bis 12 Jahre gra­tis, CHF 15 für Erwachsene und Kinder ab 13 Jahren

LIEDLabor

18:30
„Familiengeheimnisse“
mit Sacha Batthyany, Zora del Buono und Alain Claude Sulzer (Moderation)

Sacha Batthyanys „Und was hat das mit mir zu tun“ (KiWi 2016) und Zora del Buonos „Canitz‘ Verlangen“ (mare 2008) beschrei­ben Ereignisse, die an Düster­nis bei­na­he nicht zu über­bie­ten sind. Auf der einen Seite das Massaker an Juden im März 1945 in Rechnitz und auf der ande­ren Seite der Massensuizid in Demmin, bei dem sich weni­ge Wochen später meh­re­re hun­dert Zivilisten selbst das Leben nah­men. Alain Claude Sulzer und die Autoren Sacha Batthyany und Zora del Buono nähern sich die­sen Phänome­nen von der Seite des Schweigens: Wie ist es möglich, ein sol­ches Geheimnis still mit sich her­um­zu­tra­gen? Und wie über­mit­teln sich sol­che Ereignisse und das Wissen dar­um unbe­merkt von Generation zu Generation, auch und vor allem, wenn nicht darüber gespro­chen wird?

Zora del Buono, Sacha Batthyany, Alain Claude Sulzer (Moderation)

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Heinz Holliger Auditorium. Eintritt frei

LIEDRezital

20:30
Geheimes Bündnis ver­wand­ter Geister“
Rezital Daniel Behle & Oliver Schnyder 

Lieder von Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms und Richard Strauss.

In einem eigens für das Festivalmotto kon­zi­pier­ten Programm zei­gen der inter­na­tio­nal gefei­er­te Tenor Daniel Behle und der Weltklasse-Pianist und Liedbegleiter Oliver Schnyder die gan­ze Bandbreite ihres künst­le­ri­schen Schaffens. Angelehnt an das dies­jähri­ge Motto beleuch­ten sie die Konstellation zwi­schen Robert und Clara Schumann und ihrem Schützling Johannes Brahms, der sei­ne heim­li­che Liebe zur „ver­ehr­ten Freundin“ in unzähli­gen trau­ri­gen Liedern ver­ewigt hat. Im zwei­ten Teil wer­den die in der Schweiz ent­stan­de­nen „Vier letz­te Lieder“ von Richard Strauss zu hören sein.

mit Daniel Behle (Tenor) und Oliver Schnyder (Klavier)

Programm
Robert Schumann (1810-1856): 12 Gedichte op. 35 (1840) (Justinus Kerner)
1. Lust der Sturmnacht
2. Stirb, Lieb‘ und Freud‘
3. Wanderlied
4. Erstes Grün
5. Sehnsucht nach der Waldgegend
6. Auf das Trinkglas eines ver­stor­be­nen Freundes
7. Wanderung
8. Stille Liebe
9. Frage
10. Stille Thränen
11. Wer mach­te dich so krank?
12. Alte Laute

Johannes Brahms (1833-1897)
aus Fünf Lieder op. 47 (1858-68)
2. Liebesglut (Georg Friedrich Daumer)
3. Sonntag (Johann Ludwig Uhland)

aus Acht Lieder und Gesänge op. 57 (1871)
8. Unbewegte laue Luft (Georg Friedrich Daumer)

aus Sechs Lieder op. 86 (1878-82)
2. Feldeinsamkeit (Hermann Allmers)
5. Versunken (Felix Schumann)

aus Fünf Lieder op. 105 (1886)
1. Wie Melodien zieht es mir (Klaus Groth)

Clara Schumann (1819-1896)
aus Sechs Lieder op. 13 (1844)
2. Sie lieb­ten sich bei­de (Heinrich Heine)
***
Richard Strauss (1864-1949)
aus Sechs Lieder op. 17 (1888)
2. Ständchen (Adolf Friedrich von Schack)

aus Sechs Lieder op. 37 (1898)
5. Herr Lenz (Emanuel Freiherr von Bodman)
2. Ich lie­be dich (Detlev von Liliencron)

aus Fünf Lieder op. 48 (1900)
1. Freundliche Vision (Otto Julius Bierbaum)

Vier letz­te Lieder (1948)
1. Frühling (Hermann Hesse)
2. September (Hermann Hesse)
3. Beim Schlafengehen (Hermann Hesse)
4. Im Abendrot (Joseph von Eichendorff)

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. CHF 60 / ermäs­sigt CHF 40 

13. Mai 2022 

Freitag

LIEDAcademy

10:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Meisterkurs Daniel Behle / Oliver Schnyder

Öffentlicher Meisterkurs mit Daniel Behle und Oliver Schnyder.

Musik- und Kultur­zentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. Tagespass CHF 20 (Abendkasse)

LIEDLabor

18:30
„Eugenie und Clara
mit Sibylle Burkart, Nicole Coulibaly und Otmar Hauser sowie Stipendiat*innen der LIEDAcademy

Wie schwie­rig ist es, aus dem Schatten über­mächti­ger Eltern her­aus­zu­tre­ten? Weshalb liess Eugenie Schumann erst mit 48 Jahren das Schumannsche Haus hin­ter sich? 

Am Beispiel von Eugenie Schumann, der jüngs­ten Tochter der bei­den ein­fluss­rei­chen Musikerpersönlich­kei­ten Clara und Robert Schumann, soll ein Bild davon ver­mit­telt wer­den, wel­che Spuren die her­aus­ra­gen­den Leistungen der Eltern in der Psyche des jüngs­ten Kindes hin­ter­lies­sen und was es bedeu­te­te, sich davon befrei­en zu wollen.

mit Sibylle Burkart, Nicole Coulibaly und Otmar Hauser
Musik: Flore van Meerssche, Sopran &  Gyeongtaek Lee, Klavier (Stipendiat*innen der LIEDAcademy)

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Foyer. Eintritt frei

LIEDRezital

20:30
„Feine Verwandtschaft – ein Blind Date mit Angehörigen, Wahlverwandten und engen Freunden“
Rezital Ingeborg Danz & Michael Gees 

Ingeborg Danz und Michael Gees neh­men das Publikum mit auf eine spon­ta­ne Reise,  weil wir noch gar nicht wis­sen wol­len, was wir am Abend des 13. Mai 2022 auf dem Herzen haben. Vor Monaten hät­ten wir uns das Hier und Heute gar nicht vor­stel­len kön­nen. So wie die Frage sich täg­lich neu stellt, wozu wir Menschen eigent­lich da sind und was wir hier sol­len, so vari­iert die Botschaft eines Liedes mit dem rasch wech­seln­den Kontext unse­rer beschleu­nig­ten Zeit. 

Darum steht das Programm erst am Abend des Konzertes fest. Und zugleich wird Raum sein für Improvisation: als Verneigung vor der Einzigartigkeit des Augenblicks.

mit Ingeborg Danz (Alt) und Michael Gees (Klavier)

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. CHF 60 / ermäs­sigt CHF 40 

14. Mai 2022 

Samstag

LIEDAcademy

10:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Meisterkurs Daniel Behle / Oliver Schnyder

Öffentlicher Meisterkurs mit Daniel Behle und Oliver Schnyder.

Musik- und Kultur­zentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. Tagespass CHF 20 (Abendkasse)

LIEDLabor

20:30
Lieder aus Syrien
Abdelhade Deb (Gesang, Oud) & Kurt Pelda (Text)

Seit zehn Jahren wütet in Syrien ein ver­hee­ren­der und zer­mürben­der Bürger­krieg. Millionen Menschen muss­ten im eige­nen Land oder im Ausland Zuflucht fin­den, vie­le haben mit dem Leben bezahlt. Wie lässt sich in einem solch tra­gi­schen Kontext von den kleins­ten Einheiten berich­ten, die wohl am meis­ten dar­un­ter lei­den: den Familien? Das Konzertpanel zum Thema Syrien stellt syri­sche Kunstlieder zum Thema Familie und jour­na­lis­ti­sche Berichterstattungen aus ers­ter Hand nebeneinander.

mit Abdalhade Deb (Gesang, Oud) und Kurt Pelda (Text)

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. Eintritt frei

15. Mai 2022 

Sonntag

LIEDAcademy

11:00
Abschlusskonzert des Meisterkurses der LIEDAcademy

Von den Meisterduos ent­wi­ckel­te Kurzprogramme zum Festivalmotto „Eine schreck­lich net­te Familie“.

Laurie Hamiche, Sopran und Pierre Nicolas Colombat, Klavier

Flore van Meerssche, Sopran und Gyeongtaek Lee, Klavier

Bella Adamova, Mezzosopran und Malte Schäfer, Klavier

Remy Burnens, Tenor und Clémence Hirt, Klavier

Arvid Fagerfjäll, Bariton und Hikaru Kanki, Klavier

Musik- und Kultur­zentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. CHF 20 (Abendkasse)

LIEDLabor

15:00
Scheiden tut weh“ mit Dr. Helene Klaar, Prof. Dr. Johannes Kopp und Cornelia Kazis (Moderation)

Ehe und Familie gehören zu den ver­trau­tes­ten sozia­len Konstruktionen, auf die das Individuum über­haupt zurückfal­len kann. Doch wie sieht dies heut­zu­ta­ge aus? Finden wir in der Ehe und der Familie noch den Rückhalt, den wir uns dort erhof­fen? Sind die dies­be­zügli­chen Modelle noch zeit­ge­mäss oder ist es ange­sagt, nach alter­na­ti­ven, ange­brach­te­ren Wertesystemen Ausschau zu halten? 

mit Dr. Helene Klaar, Prof. Dr. Johannes Kopp und Cornelia Kazis (Moderation)

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Heinz Holliger Auditorium. Eintritt frei

LIEDOnDemand

17:00
«Schrecklich net­te Familien»
Rezital Sarah Maria Sun &  Jan Philip Schulze 
u.a. Uraufführung So sieht’s aus von Andrea Lorenzo Scartazzini (Kompositionsauftrag von LIEDBasel) 

 

Für das dies­jäh­ri­ge Festival kom­po­nier­te Andrea Lorenzo Scartazzini den Liederzyklus „So sieht´s aus“ auf Gedichte von Nora Gomringer. Die auf zeit­ge­nös­si­sche Musik spe­zia­li­sier­ten Künstler Sarah Maria Sun und Jan Philip Schulze haben mit „Kinderspiel“ von Bernhard Lang eine wei­te­re Uraufführung im Programm. Ausserdem stel­len sie Familien ver­schie­dens­ter Zusammengehörig­keit vor: Die dys­funk­tio­na­le Familie der Ophelia (Rihm und Strauss), die blau­blütige Familie (Lutvak) oder die glo­ba­le Familie in Newmans poli­ti­schem Werk: „Political sci­ence or: lets drop the big one.

mit Sarah Maria Sun (Sopran) und Jan Philip Schulze (Klavier)

Programm:
Bernhard Lang (*1957): Kinderspiel (2021, UA)

Marco di Bari (*1958): (un)heavenly lul­la­by (1997)

George Crumb (1929-2022): aus Sun and Shadow. A Cycle of Five Poems by Federico García Lorca (2009)
4. Dance of the Moon in Santiago

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971): So sieht’s aus. Lieder nach Gedichten von Nora Gomringer
für Sopran und Klavier (2020/21, UA)
Kompositionsauftrag von LIEDBasel
1. Baby
2. Daheim
3. Versäumnis
4. Tragödie
5. My Soul
6. Sandmänner
***
Georges Aperghis (*1945): Le rire phy­sio­lo­gi­que op. 71 (1983)

Wolfgang Rihm (*1952): Ophelia sings (2012)

Richard Strauss (1864-1949): Drei Lieder der Ophelia op. 67 (1917)
1. Wie erkenn‘ ich mein Treulieb
2. Guten Morgen, ’s ist Sankt Valentinstag
3. Sie tru­gen ihn auf der Bahre bloss

Kurt Weill (1900-1950): aus Der Silbersee – Ein Wintermärchen (1933)
Lied des Lotterieagenten

Randy Newman (*1943): Political Science or: let’s drop the big one (1972)

Steven Lutvak (*1959)
aus A Gentleman’s Guide To Love and Murder (2012)
I don’t Understand the Poor

Dieses Konzert wird von SRF2 auf­ge­zeich­net und ausgestrahlt.

Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher-Saal. CHF 40 / ermäs­sigt CHF 20

Beteiligte

Sacha Batthyany

Sacha Batthyany stu­dier­te Soziologie in Zürich und Madrid. Nach sei­nem Studium war er Redakteur bei der Neuen Zürcher Zeitung und beim …

Daniel Behle

Der Sänger und Komponist Daniel Behle wur­de 2020 für sei­ne „MoZart“ Einspielung mit dem OPUS Klassik als „Sänger des Jahres“ geehrt …

Klaus Brömmelmeier

Klaus Brömmelmeier spielt sich seit Anfang sei­ner Theaterlaufbahn durch die klas­si­sche und aktu­el­le Stadttheaterszene und ist …

Sibylle Burkart

Sibylle Burkart, gebo­ren 1968 in Luzern, lebt in Basel. Freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin. Ausbildung an der …

Nicole Coulibaly

Geboren in Berlin als Tochter eines sene­ga­le­si­schen Vaters und einer deut­schen Mutter stu­dier­te sie zuerst Germanistik, Anglistik …

Ingeborg Danz

In Witten an der Ruhr gebo­ren, stu­dier­te die Altistin Ingeborg Danz zunächst Schul­musik an der Nord­west­deutschen Musik­akademie Detmold …

Abdelhade Deb

Abdelhade Deb (*1984) wuchs in Damaskus, Syrien auf, wo er sich zum Musik­wissen­schaftler und Musik­pädagogen (Hauptfach …

Zora del Buono

Zora del Buono ist eine Schweizer Autorin. Die Architektin ETH arbei­te­te im Berlin der Wendezeit als Bauleiterin, stu­dier­te spä­ter Filmarchitektur und …

Federspiel

Seit sei­ner Gründung 2004 ste­tig musi­ka­lisch gereift, ent­wi­ckel­te Federspiel eine trans­pa­ren­te, klang­lich viel­schich­ti­ge Tonsprache. Als künstlerisches …

Michael Gees

Mit drei Jahren ist das Klavier sein Lieblingsspielzeug, mit acht gewinnt er den Steinway-Wettbewerb und erhält ein Stipendium …

Cornelia Kazis

Cornelia Kazis (* 1952 in Basel) ist eine Schweizer Journalistin und Pädagogin. Nach dem Studium arbei­te­te Kazis acht Jahre als Primarlehrerin, danach …

Helene Klaar

Helene Klaar (* 1948) ist eine öster­reichische Scheid­ungs­­anwältin. Seit 1976 ist sie als selbst­ständige Rechts­anwältin mit …

Johannes Kopp

Johannes Kopp, gebo­ren 1961 in Säckingen, hat an der Universität Mannheim Soziologie, Sozialpsychologie und …

Kurt Pelda

1965 in Basel gebo­ren, Ökonomiestudium an der Uni Basel mit anschlies­sen­der Promotion. Schon im Alter von 19 Jahren als …

Andrea Scartazzini

Andrea Scartazzini (*1971 in Basel) stu­dier­te Germanistik und Italianistik an der Universität Basel sowie Komposition bei Rudolf Kelterborn …

Oliver Schnyder

Oliver Schnyder stu­dier­te in der Schweiz bei Emmy Henz-Diémand und Homero Francesch sowie in den USA bei Ruth Laredo (New York) und …

Jan Philip Schulze

Jan Philip Schulze ver­folgt eine beson­ders viel­sei­ti­ge Karriere, die ihn als Liedbegleiter, Kammermusiker und Spezialist für Neue Musik …

Sarah Maria Sun

Sarah Maria Sun macht eine ein­zig­ar­ti­ge Karriere als Interpretin für Zeitgenössische Musik Ihr Repertoire umfasst neben zahlreichen …

Sacha-Batthyany

Sacha Batthyany

Sacha Batthyany studierte Soziologie in Zürich und Madrid. Nach seinem Studium war er Redakteur bei der Neuen Zürcher Zeitung und beim Tages-Anzeiger. Daneben unterrichtete er an der Schweizer Journalistenschule in Luzern. Seit 2015 schreibt Sacha Batthyany in Washington als Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung, Das Magazin und den Tages-Anzeiger. 2016 erschien sein erster Roman «Und was hat das mit mir zu tun?». Er wurde für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Daniel Behle

Der Sänger und Komponist Daniel Behle wurde 2020 für seine „MoZart“ Einspielung mit dem OPUS Klassik als „Sänger des Jahres“ geehrt. Er ist in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich und gab Anfang 2020 sein hochgelobtes Debüt als Lohengrin. Sein Repertoire reicht von barocken Meisterwerken, klassischem und romantischem Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Seine Saison 2021/22 hält etliche Höhepunkte wie Auftritte in der Elbphilharmonie, Brittens „War Requiem“ und sein Liederabend Debüt im Musikverein Wien bereit. Opernengagements führen ihn an das Royal Opera House Covent Garden („Die Zauberflöte“), die Bayerische Staatsoper („Giuditta“ und „Die schweigsame Frau“) und die Wiener Staatsoper („Die Entführung aus dem Serail“).

Daniel Behle konzertiert regelmäßig mit Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester und dem Gewandhausorchester Leipzig und arbeitet dabei mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, James Gaffigan, Hartmut Haenchen, Thomas Hengelbrock, Pablo Heras-Casado, Marek Janowski, Philippe Jordan, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst.

Wichtige Opernengagements der letzten Jahre führten ihn an das Royal Opera House Covent Garden, das Staatstheater Stuttgart, Opernhaus Zürich, die Bayerische Staatsoper München und zu den Bayreuther Festspielen.

Auch als Komponist macht Behle zunehmend von sich reden: Nach den Bearbeitungen für Tenor und Klaviertrio „WinterreiseN“ (Sony Classical), „Mein Hamburg“ (Berlin Classics) und „Meine schönsten Weihnachtslieder“ (Sony Classical), hat er nun seine erste Operette „Hopfen und Malz“ fertiggestellt, deren Uraufführung für Januar 2023 vorgesehen ist.

Seine stetig wachsende Diskographie umfasst Aufnahmen wie „Die Schöne Müllerin“ und Strauss Lieder (beide Capriccio), Gluck „Arias“ (Decca) und Schubert „Arien“ (dhm). Sein zweites Strauss Album „Un-Erhört“ (Prospero Classical) mit Oliver Schnyder am Klavier wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Daniel Behle lebt mit seiner Familie in Basel.

Sibylle-Burkart

Sibylle Burkart

Sibylle Burkart, geboren 1968 in Luzern, lebt in Basel. Freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin. Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich (heute ZHdK). Von 2000 bis 2006 Schauspielerin am Vorstadttheater Basel. Zahlreiche Inszenierungen mit Schulklassen und Laiengruppen u.a. am Schauspielhaus Zürich, am Vordtadttheater Basel und an der Schola Cantorum Basiliensis. Sibylle Burkart ist seit 2016 Oiel exterieur für die Reihe Stückbox am sogar Theater in Zürich und seit 2019 für Theater Amalgam.

Nicole-Coulibaly

Nicole Coulibaly

Geboren in Berlin als Tochter eines senegalesischen Vaters und einer deutschen Mutter studierte sie zuerst Germanistik, Anglistik und Übersetzungswissenschaften, bevor sie sich an einer Berliner Schauspielschule zur Schauspielerin ausbilden liess.

Ingeborg-Danz

Ingeborg Danz

In Witten an der Ruhr geboren, studierte die Altistin Ingeborg Danz zunächst Schulmusik an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold und später Gesang bei Prof. Heiner Eckels. Bereits während des Studiums gewann sie zahlreiche Wettbewerbe.

Auch wenn Ingeborg Danz bereits an verschiedenen Opernhäusern wie u. a. der Staatsoper Hamburg gastierte, so liegt ihr Schwerpunkt im Bereich des Konzert- und Liedgesangs. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet sie mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Helmuth Rilling, wie auch mit Philippe Herreweghe und dem Collegium Vocale Gent.

Spätromantische Werke wie die Sinfonien Mahlers, Berlioz‘ Nuits d’été oder auch Schumanns Faust-Szenen, die Messen Bruckners und Beethovens zählen genauso zu Ingeborg Danz ́ breitem Repertoire wie die Musik Bachs. Darüber hinaus ist Ingeborg Danz der Neuen Bachgesellschaft Leipzig auch als Direktoriumsmitglied eng verbunden.

Ihre Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Herbert Blomstedt, Manfred Honeck, Christopher Hogwood, Philippe Herreweghe, Riccardo Chailly, Heinz Holliger, Ivan Fischer, Ingo Metzmacher und Semyon Bychkov führte sie außerdem an die Mailänder Scala, zu den Luzerner und Salzburger Festspielen und zu den großen Orchestern der Welt: dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, den Wiener und Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem DSO Berlin, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra sowie zum National Symphony Orchestra Washington und Chicago Symphony Orchestra.

Ihr umfangreiches Repertoire wird auch durch viele CD-Einspielungen dokumentiert, darunter Mozart-Messen unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt bei Teldec, Aufnahmen mit Philippe Herreweghe bei Harmonia Mundi, Lieder von Johannes Brahms bei hänssler sowie gemeinsam mit der Stuttgarter Bachakademie unter Helmuth Rilling u. a. beide Bach-Passionen, h-moll-Messeund Weihnachtsoratorium– ebenfalls bei hänssler. Bei Brilliant Classics erschien eine Lied-CD mit Liedern von Johannes Brahms mit Ingeborg Danz und Helmut Deutsch am Klavier.

Abdelhade-Deb

Abdelhade Deb

Abdelhade Deb (*1984) wuchs in Damaskus, Syrien auf, wo er sich zum Musikwissenschaftler und Musikpädagogen (Hauptfach Oud und Gesang) ausbilden liess. Er weist eine langjährige Erfahrung als Musikpädagoge und freiberuflicher Musiker aus. Seit seiner Ankunft in Deutschland (2015) war er unter anderem als Dozent (Oud) in Mannheim tätig und verschiedenen Konzertengagement brachten ihn nach Kopenhagen, Amsterdam, Istanbul und London.

Zora-del-Buono

Zora del Buono

Zora del Buono ist eine Schweizer Autorin. Die Architektin ETH arbeitete im Berlin der Wendezeit als Bauleiterin, studierte später Filmarchitektur und war Gründungsmitglied der Zeitschrift «mare». Ihren ersten Roman «Canitz’ Verlangen» veröffentlichte sie 2008 im mare Verlag. In den letzten zehn Jahren sind sechs Bücher von ihr erschienen, zuletzt die Bauarbeiternovelle «Gotthard», der Campusroman «Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt» und das literarische Reisebuch «Das Leben der Mächtigen – Reisen zu alten Bäumen», für das sie 14 der ältesten Bäume der Welt besuchte. Zur Zeit schreibt sie an ihrem Familienroman, der sie nach Süditalien und Slowenien führte, sie mit dem Kommunismus vertraut machte und sie während der Recherche entdecken liess, dass ihre Grossmutter in einen Mord verwickelt war.

Federspiel

Federspiel

Seit seiner Gründung 2004 stetig musikalisch gereift, entwickelte Federspiel eine transparente, klanglich vielschichtige Tonsprache. Als künstlerisches Schwergewicht mit federleichten Kompositionen im Gepäck bespielt das Ensemble längst die etabliertesten Bühnen weltweit.

Pioniergeistig und dennoch stets voller Respekt begibt sich Federspiel in traditionelle Gefilde, verwebt Anklänge aus der ungarischen oder mexikanischen Musiktradition mit alpenländischem Repertoire, perkussive Spielweisen mit elektronischen Klängen, um etwas Neues zu kreieren – zeitgenössische Musik, die sich ebenso ehrfürchtig vor ihrer Vergangenheit verneigt, wie sie sich mutig in die Zukunft entwirft.

Die Lust am Neuen, am Persönlichen und Unverwechselbaren, kombiniert mit der für das Publikum so spürbar grenzenlosen Spiellust, macht Federspiel zu einem der innovativsten und interessantesten Klangkörper der europäischen Musikszene – mit über 50 Konzerten jährlich – darunter der Goldene Saal des Wiener Musikvereins, die Berliner Philharmonie, die Hamburger Elbphilharmonie, das Vancouver Island Music Festival oder die Stanford University.

Die Eröffnung der Wiener Festwochen sind in der Vita des Ensembles genauso zu finden wie das WOMAD Festival oder die EXPO Milano. Auch Fernsehen und Radio haben dem Ensemble und seiner Musik Plattformen gegeben. So wurden Konzerte live auf Ö1, BBC Radio 3 oder im WDR übertragen und eigene Sendungen über das Ensemble im Rahmen des ORF Kulturmontag, auf 3Sat und ServusTV gestaltet.

Cornelia Kazis

Cornelia Kazis

Cornelia Kazis (* 1952 in Basel) ist eine Schweizer Journalistin und Pädagogin. Nach dem Studium arbeitete Kazis acht Jahre als Primarlehrerin, danach 30 Jahre als Fachredaktorin für Erziehungs- und Bildungsfragen. Neben ihrer Arbeit für Radio SRF ist sie auch publizistisch tätig, u. a. als Autorin von mehreren Büchern und durch Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung zu Erziehungs- und Bildungsfragen. Für ihre Arbeit Letzte Tage in NZZ Folio wurde sie 2000 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. 2003 erhielt sie den Zürcher Journalistenpreis für die Arbeit Schrecken der Nähe, die sich mit der Krankenpflege auseinandersetzte. Kazis war bis Herbst 2017 freischaffende Redaktorin bei DRS 1 und DRS 2 und gibt Schulungen und Vorträge zu Bildungsthemen. Sie lebt in Basel.

Helene-Klaar

Helene Klaar

Helene Klaar (* 1948) ist eine österreichische Scheidungs­anwältin. Seit 1976 ist sie als selbstständige Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Familienrecht, Miet- und Arbeitsrecht tätig. Sie hat sich in Österreich als Scheidungs­anwältin einen Namen gemacht. Von Scheidungen rät sie aber ab, „weil eine nicht mehr sehr glückliche Ehe immer noch besser als das Trümmerfeld einer Scheidung“ sei. 

Klaar hat unter anderem das Buch „Scheidungs-Ratgeber für Frauen“ veröffentlicht. Helene Klaar wurde 2004 für ihre „besonderen Verdienste um Frauen im Scheidungsfall“ mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet. Helene Klaar verwehrt sich gegen die öffentliche Einschätzung, das österreichische Scheidungsrecht würde Frauen Vorteile einräumen.

Johannes Kopp

Johannes Kopp

Johannes Kopp, geboren 1961 in Säckingen, hat an der Universität Mannheim Soziologie, Sozialpsychologie und Politikwissenschaften studiert und dort auch zu Fragen der Ehescheidung beziehungsweise Geburtenentwicklung promoviert und habilitiert. Nach Tätigkeiten an den Universitäten Mannheim, Köln, Konstanz, München und Landau war er von 2004 bis 2013 an der TU Chemnitz, seit 2013 ist er Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität Trier. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Familiensoziologie, Gesundheits- und Regionalforschung, Mikrosimulation und allgemeine Soziologie. Herr Kopp ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Mannheim

Kurt Pelda

Kurt Pelda

1965 in Basel geboren, Ökonomiestudium an der Uni Basel mit anschliessender Promotion. Schon im Alter von 19 Jahren als Kriegsreporter in Afghanistan unterwegs. Spätere journalistische Stationen waren die NZZ, für die er sieben Jahre lang als Afrikakorrespondent arbeitete, die Financial Times Deutschland, die Weltwoche und heute Tamedia. Als freier Journalist gewann er 2014 den Schweizer Menschenrechtspreis und wurde Journalist des Jahres.

Andrea-Scartazzini

Andrea Scartazzini

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971 in Basel) studierte Germanistik und Italianistik an der Universität Basel sowie Komposition bei Rudolf Kelterborn (Basel) und Wolfgang Rihm (Karlsruhe). 1999/2000 verbrachte er ein Studiensemester an der Royal Academy of Music in London. 2004 war er Composer in residence an der Uni Witten Herdecke, 2011 und 2018 Gast im Swatch Art Peace Hotel in Shanghai, 2012/13 Stipendiat am Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Er erhielt mehrere Preise, darunter den Studienpreis der Ernst von Siemens Stiftung München, die Jakob Burckhardt-Auszeichnung der Goethe-Stiftung Basel sowie den Alexander Clavel-Preis Riehen.

Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Opern  Edward II (Deutsche Oper Berlin 2017), Der Sandmann (Theater Basel 2012, Oper Frankfurt 2016) , sowie WUT (Theater Erfurt 2006, Theater Bern 2010). Seine Stücke werden an bedeutenden Festivals (Salzburger Osterfestspiele, Lucerne Festival, Stars at the Rhine, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Prager Premieren u.a.) durch zahlreiche Ensembles und Orchester gespielt (u.a. Quatuor Diotima, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern, Ensemble Phoenix, Collegium Novum Zürich, Ensemble Contrechamps, Sinfonieorchester Basel, Kammerorchester Basel, basel sinfonietta, Berner Symphonieorchester, Jenaer Philharmonie, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz u.a.). Seit Herbst 2018 begleitet Scartazzini die Jenaer Philharmonie über mehrere Jahre als Composer in residence. Er arbeitet an einem mehrteiligen Werk mit Bezug zum Gustav Mahler-Zyklus, den der GMD Simon Gaudenz und die Jenaer Philharmonie aufführen. Zu jeder Symphonie Mahlers entsteht ein kurzer symphonischer Satz, und mit jeder Aufführung Mahlers wachsen diese symphonischen Sätze Scartazzinis zu einem gross angelegten Orchesterstück zusammen.

Oliver-Schnyder

Oliver Schnyder

Oliver Schnyder studierte in der Schweiz bei Emmy Henz-Diémand und Homero Francesch sowie in den USA bei Ruth Laredo (New York) und Leon Fleisher (Baltimore).

Seit dem Gewinn des Großen Preises beim Pembaur-Wettbewerb in Bern (1999) und seinen Debüts im Kennedy Center in Washington D.C. (2000) sowie beim Tonhalle-Orchester unter David Zinman (2002, Orpheum Young Soloists on Stage) tritt er in den bedeutenden Konzertsälen Europas, Nordamerikas und Asiens auf und ist gern gesehener Gast bei Festivals in Luzern, Gstaad, Verbier, Heidelberg, Schubertiade Schwarzenberg und Hohenems oder Schwetzingen.

Schnyder konzertiert weltweit mit Orchestern wie zB. der Academy of Saint Martin in the Fields, dem Danish National Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien sowie allen führenden Schweizer Sinfonie- und Kammerorchestern unter Dirigenten wie Howard Arman, Douglas Bostock, Ivor Bolton, James Gaffigan, Philippe Jordan, Sir Roger Norrington, Michail Jurowski oder Mario Venzago. Mit dem Oliver Schnyder Trio ist er international präsent, wie auch als Lied- und Kammermusikpartner von Benjamin Appl, Daniel Behle, Julia Fischer, Homero Francesch, Vilde Frang, Sol Gabetta, Ilya Gringolts, Rachel Harnisch, Heinz Holliger, Nils Mönkemeyer, Julian Rachlin, Lise de la Salle, u.v.m..

Auf CD hat Schnyder Solowerke von Chopin, Schumann und Liszt, Werke für Klavier und Orchester von Haydn, Mozart, Fauré, Bruch, sämtliche Klavierkonzerte von Mendelssohn und Beethoven sowie mit dem OST sämtliche Klaviertrios von Beethoven, Schubert, Brahms, Smetana und Schostakowitsch eingespielt. Die zuletzt erschienene CD mit dem Krämerspiegel von Richard Strauss zusammen mit Daniel Behle erhielt 2021 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Schnyder ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Klavierzyklus Piano District in Baden/Schweiz und hält zusammen mit seiner Frau, der Geigerin Fränzi Frick die Intendanz der Lenzburgiade Klassik & Folk inne. Seit September 2021 hat Schnyder zusätzlich die künstlerische Leitung des Kulturzentrums La Prairie, Bellmund.

Jan Philip Schulze

Jan Philip Schulze

Jan Philip Schulze verfolgt eine besonders vielseitige Karriere, die ihn als Liedbegleiter, Kammermusiker und Spezialist für Neue Musik regelmäßig auf die großen Podien Europas und Asiens führt und zugleich pädagogische, veranstalterische und editorische Tätigkeiten bündelt.
Mit Juliane Banse, Annette Dasch, Rachel Harnisch, Dietrich Henschel, Christiane Iven, Jonas Kaufmann, Johan Reuter, Robert Dean Smith, Sarah Maria Sun, Roman Trekel und Violeta Urmana ist Jan Philip Schulze u.a. bei den Salzburger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, den Festivals von Luzern, München, Edinburgh und Tokio, an der Mailänder Scala und den Opernhäusern von Madrid, Valencia, Barcelona, Paris, Brüssel, in der Berliner Philharmonie und der Londoner Wigmore Hall aufgetreten. Er hat zahlreiche Werke uraufgeführt und über Jahre mit den Komponisten Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel, Jörg Widmann, Manfred Trojahn, Nikolaus Brass und vielen anderen eng zusammengearbeitet sowie Klavierkonzerte von Xenakis, Staude und Schöllhorn mit den Sinfonieorchester des BR und WDR und den Münchner Philharmonikern gestaltet. Voll Entdeckerlust hat er in den letzten Jahren eine breitgefächerte und vielfach preisgekrönte Diskographie eingespielt: neben hochgelobten Einspielungen der Klavierwerke von Jörg Widmann (neos) und Hans Werner Henze (col legno) umfasst sie u.a. frühklassische Kammermusik (mit dem Trio Amédée auf Dabringhaus), Hindemiths „Marienleben“ (mit Rachel Harnisch bei Naxos) und Klaviersextette aus Frankreich (mit dem Arcis Quintett bei calig).

Sarah Maria Sun

Sarah Maria Sun

Sarah Maria Sun macht eine einzigartige Karriere als Interpretin für Zeitgenössische Musik Ihr Repertoire umfasst neben zahlreichen Liedern über neunhundert Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, davon mehr als dreihundert Uraufführungen. In der Saison 2019/20 ist Sarah Maria Sun mit Schönbergs Pierrot Lunaire und Weills Sieben Todsünden beim Beethovenfest Bonn zu erleben und singt die Eliza Doolittle in My Fair Lady an der Elbphilharmonie Hamburg. Weiterhin steht u.a. eine Uraufführung von Iris ter Shiphorst mit dem Ensemble Modern und Enno Poppe an. Bei den Salzburger Festspielen singt sie die „Compagna“ in Luigi Nono‘s „Intolleranza“ unter der Leitung von Ingo Metzmacher mit den Wiener Philharmonikern. Sarah Maria Sun konzertierte mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock, Susanna Mälkki, Peter Rundel und Heinz Holliger.

Im Herbst 2019 und Frühjahr 2020 erscheinen die beiden CD Einspielungen „Harawi“ mit Liedern von Olivier Messiaen und „Killer Instincts“ mit Werken von Tom Waits, Kurt Weill, Leonard Bernstein und Randy Newman. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit 2019 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Musikhochschule.

Roman Melish

Absolvent der Nationalen Musikakademie der Ukraine (als Chorleiter / Kiew, Ukraine – 2013) und der Schola Cantorum Basiliensis (als Sänger/Basel, Schweiz – 2018). Solist in der Liatoshynskyi Capella des Nationalen Hauses der Musik (Kiew). Außerdem arbeitet er als Solist mit „Offene Oper der Ukraine“, dem Nationalen Symphonieorchester der Ukraine, dem Nationalen Solistenensemble „Kyiv Camerata“, dem Nationalen Präsidentenorchester der Ukraine und der Nationalen Philharmonie Lviv zusammen. Als Mitglied der Ensembles „Profeti della Quinta“, „Sollazzo Ensemble“, „La Cetra“, „La Morra“, „Musica Fiorita“ (Schweiz), „Gilles Binchois“ (Frankreich) und „Ansambl Responsorium“ (Kroatien) trat er in mehr als 30 Ländern auf, darunter in den USA, Kanada, China, Südafrika, Israel und in den Ländern der Europäischen Union.

Ivanna Plish

Ivanna absolvierte die Nationale Musikakademie der Ukraine (2005 als Chorleiterin, 2006 als Sängerin). Im Jahr 2008 gewann sie das Diplom des Zweiten Internationalen Wettbewerbs für Vokalisten, der nach B. Hmyria benannt ist. Seit 2009 ist sie Vokalillustratorin in der Abteilung für Begleitung (Nationale Musikakademie der Ukraine), seit 2011-2016 Solistin der Nationalen Akademischen Capella „Dumka“.

 

Als Solistin arbeitete Ivanna Plish mit dem Nationalen
Symphonieorchester der Ukraine, dem Nationalen Ensemble „Kiewer Solisten“, dem Kiewer Kammerorchester, dem Nationalen Solistenensemble
„Kiewer Camerata“, dem Symphonieorchester der Nationalen Philharmonie der Ukraine, dem Ensemble für klassische Musik nach B. Liatoshynsky, der
Staatlichen Banduristenkapelle nach G. Mayboroda und dem Staatlichen Männerkammerchor
„Credo“ zusammen. Sie nahm auch an Festivals wie dem IV. Internationalen Festival für Kirchenmusik in Rottenburg (Deutschland), dem Polyfollia-Festival in Saint-Lo (Frankreich), dem Kyiv-Music-Fest, dem I.
Ukrainisch-amerikanischen Musikfestival und der Internationalen Osterversammlung (Ukraine) teil. Sie erhielt zudem die Auszeichung „Verdiente Künstlerin der Ukraine“.

Klaus Brömmelmeier

Klaus Brömmelmeier

*1971
Nach dem Studium an der ZHDK arbeitete er von 1997 bis 2000 als Schauspieler am Theater Freiburg (i. Br.).
1999 erhielt er für seine Darstellung des Hamlet (Regie M. Thalheimer) den „Deutschen Intendantenpreis“. 
Von 2000 bis 2007 gehörte er dem Ensemble des Theater Basel an und von 2009 bis 2019 war er Ensemblemitglied im Schauspielhaus Zürich.
2019-2020 war er nochmal für ein Jahr im Ensemble des Theater Basel.
Gastengagements führten ihn u.a. ans Theater Bern, das Residenztheater München, die Ruhrtriennale in Bochum und ans Burgtheater Wien.
Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Schauspieler führt er immer wieder Regie bei eigenen Projekten im Bereich Theater und Musik.
Im Radio ist er ein regelmässig zu hörender Sprecher und in Film und Fernsehen ein allmählich öfter zu sehender Darsteller.
Regelmässig arbeitet er als Dozent/Coach an der Hochschule der Künste Bern.
Klaus lebt mit seiner Familie in Basel.

Ruben Drole

Ruben Drole wurde als Sohn slowenisch-spanischer Eltern in der Schweiz geboren, studierte bei Prof. Jane Thorner an der Musikhochschule Zürich und gehört seit 2005 zum Ensemble des Opernhauses Zürich. Dort hat er u.a. Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte), Figaro (Nozze di Figaro) und Leporello (Don Giovanni) gesungen.

Ausserhalb seines Stammhauses sang Drole in Konzert und Oper u.a. bei den Salzburger Festspielen, Styriarte Graz, Festival d’Aix-en-Provence, Theater an der Wien, Semperoper Dresden, Theatre des Champs Elysees, Alte Oper Frankfurt, Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Lincoln Center NY und NHK Hall Tokyo.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst und William Christie sowie mit Regisseuren wie Sven-Eric Bechtolf, Martin Kušej und Claus Guth.

In letzter Zeit setzt sich Drole vermehrt mit zeitgenössischem Repertoire auseinander und lotet die Grenzen seines Fachs aus. So konnte er am Opernhaus Zürich seit 2019 in den Uraufführungen ‚Last Call’ von Michael Pelzel, ‚Die Odyssee’ von Leonard Evers und ,Alice im Wunderland’ von Pierangelo Valtinoni das Publikum begeistern. Des weiteren hat er am selben Haus als Schauspieler 2020 in Stravinsky’s ‚Geschichte vom Soldaten’ und 2022 im Ballett ‚Nachtträume’ von Marcos Morau grosse Erfolge feiern können.Drole bestreitet auch regelmässig Liederabende.

Benjamin Appl

Benjamin Appl gilt heute als einer der wichtigsten Botschafter für die Kunstform des Liedes. Sein Weg in die Spitzenklasse der Konzerthäuser und Festivals verlief stetig: von den Regensburger Domspatzen ging es an die Hochschule für Musik und Theater in München und die Guildhall School of Music & Drama in London. Wesentlich beeinflusst wurde er von der Legende des Lied-Gesangs Dietrich Fischer-Dieskau, dessen letzter Schüler er war. Prägend ist auch die mehrjährige intensive Arbeit mit György Kurtág an seinen Kompositionen.

Die BBC kürte ihn im Herbst 2014 zum „New Generation Artist“; in der Saison 2015/16 sang Benjamin Appl in der Reihe „ECHO Rising Stars“ Liederabende in Europas führenden Konzertsälen. 2016 erhielt er den Gramophone Award als „New Artist of the Year“. Von der Wigmore Hall wurde er als „Emerging Talent“ ausgewählt. Im März 2018 verlieh die Académie du Disque Lyrique in Paris Benjamin Appl den „Orphée d´Or Dietrich Fischer-Dieskau“ als bestem Lied-Interpreten.

Von seinen Partnern am Flügel seien hier beispielhaft Graham Johnson, Kristian Bezuidenhout, James Baillieu und Kit Armstrong genannt. Aktuelle Programme gibt es mit Alice Sara Ott, den Brüdern Arthur und Lucas Jussen, Thomas Dunford (Laute) sowie Martynas Levickis (Akkordeon). Für seine Präsentation der drei Schubert-Zyklen wurde Benjamin Appl 2019 in New York und beim Girona Festival gefeiert. In der Wigmore Hall in London tritt Benjamin Appl seit vielen Jahren regelmäßig auf. 2021 war Benjamin Appl „Musician in Residence“ in der florentinischen Villa „I Tatti“, dem Harvard University Center in Florenz. 

Auch auf der Opernbühne ist Benjamin Appl zuhause und arbeitete dort und im Konzert mit Dirigenten/innen wie Marin Alsop, Thomas Dausgaard, Johannes Debus, Ed Gardner, Alan Gilbert, Reinhard Goebel, Enoch zu Guttenberg, Paavo Järvi, Paul McCreesh, Yannick Nézet-Séguin, Roger Norrington, Helmuth Rilling, Jordi Savall und Christian Thielemann.

Als Konzert-Solist trat Benjamin Appl u. a. mit der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Philadelphia und Seattle Symphony, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle Orchester Zürich, den BBC Orchestern sowie der Kammerphilharmonie Bremen auf. Zu seinem Oratorien-Repertoire gehören Werke wie Bachs Johannespassion, Matthäuspassion und Weihnachtsoratorium, Brahms’ Ein deutsches Requiem, Händels Der Messias, Haydns Die Schöpfung und Brittens War Requiem.

Die Diskografie des Künstlers spiegelt sein künstlerisches Schaffen und umfasst neben zahlreichen Rundfunkmitschnitten insbesondere vielfältige Lied-Aufnahmen. Auch Sibelius‘ Kullervo sowie ein Album mit Bach-Arien begleitet von Concerto Köln und eine preisgekrönte Bach-Aufnahme mit den Berliner Barocksolisten und Reinhard Goebel gehören dazu. Benjamin Appl war jahrelang Exklusivkünstler bei Sony Classical und entschloss sich in 2021 für eine langfristige Zusammenarbeit mit Alpha Classic. Das Debüt-Album mit Alpha ist Schuberts Winterreise, die im Februar 2022 veröffentlich wurde.

Benjamin Appl unterrichtet seit Herbst 2016 als Professor of German Song an der Guildhall School of Music & Drama in London.

 

Simone Keller

Die Schweizer Pianistin Simone Keller wurde 1980 in Weinfelden geboren und absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub und der Liedbegleitungsklasse von Daniel Fueter an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie pflegt als Solistin und Kammermusikerin ein sehr breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experimentellen und interdisziplinären Formaten, eigenen Konzepten und Vermittlungsprojekten und übt eine intensive Konzerttätigkeit in der Schweiz und in vielen anderen Ländern in Europa, den USA und Asien aus. 

 

2016 wurde Simone Keller für mehrere Monate in die Cité Internationale des Arts nach Paris eingeladen und lebte 2018 ein halbes Jahr in einer Künstlerresidenz in Belgrad. 2017 durfte sie mit dem Center for Computer Research in Music and Acoustics an der Stanford University in Kalifornien zusammenarbeiten und erhielt 2019 erneut Einladungen von der Columbia University und der Manhattan School of Music in New York sowie der Brown University in Providence/Boston. 2022 entwickelte sie mit PhD-Studierenden der Stanford University ein Kompositions-Projekt, das vom American Composers Forum ausgezeichnet wurde.

 

2019 erhielt Simone Keller zwei Preise der Internationalen Bodenseekonferenz und wurde im selben Jahr von Classical:NEXT für den internationalen Innovation Award nominiert. 2021 wurde sie mit dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis ausgezeichnet. 2022 wurden ihr der Thurgauer Kulturpreis und der Schweizer Musikpreis verliehen.



The Erlkings

Das ist der kokett-selbstbewusste Name dieses besonderen Quartetts, das sich dem deutschen Lied verschrieben hat. Ins Englische übersetzt und zum Country- oder Popsong arrangiert gehen die Lieder wieder dorthin, von wo sie herkamen: in den privaten Raum, vielleicht in die ‚Kneipe‘, auf jeden Fall aber in den klassischen Konzertsaal. Dem Sog dieser Musik kann sich keiner entziehen. Das energiegeladene Quartett hat den Mut, deutsche Kunstlieder in bestes Englisch zu übertragen und damit ihre bis heute uns berührende Schönheit einem internationalen Publikum zu erschließen. Mit den neuen Liedarrangements Franz Schuberts, Robert Schumanns oder Ludwig van Beethovens haben The Erlkings ihr Publikum verblüfft und sofort begeistert. Der amerikanische Bariton Bryan Benner wagt zusammen mit drei Spitzenmusikern den Blick auf die großen Liedkompositionen Schuberts, Schumanns und Beethovens. Das Quartett mit Bryan Benner (Bariton/Gitarre), Ivan Turkalj (Violoncello), Thomas Toppler (Schlagzeug/Vibraphon) und Simon Teurezbacher (Tuba) zeigt die Vitalität und den Charme der Kompositionen dieser Musikgattung, aber auch ihre Tiefe und Bedeutungsschwere. 200 Jahre alte Lieder bringen uns zum Tanzen oder Weinen, berühren unser Herz und unseren Verstand. Egal ob in Wien oder London, ob jung oder alt, ob Klassikfan oder Popfreak: Spannung und Freude sind mit The Erlkings garantiert, German Lied vom Allerfeinsten. Als begeisterter und engagierter Vertreter der Gattung Kunstlied und damit insbesondere auch für Franz Schubert hat Bryan Benner, Sänger und Gitarrist, das Ensemble ‚The Erlkings‘ gegründet. Seine modernen englischen Übersetzungen altbekannter Liedtexte dienen als Ausgangspunkt für die außergewöhnlichen Arrangements des Ensembles. Ihr Ruf verbreitete sich schnell, inzwischen sind sie in den großen Konzerthäusern und Festivals weltweit zu Gast, u.a. traten sie in der Wigmore Hall in London, im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Berlin, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Grafenegg Festival, beim Heidelberger Frühling, bei der Hugo Wolff Akademie Stuttgart und dem Podium Wittemann in Amsterdam auf. Im Mai 2022 eröffneten sie die Schubertiade in Hohenems. In der Saison 2022/2023 kehren die Musiker u.a. ans Wiener Konzerthaus zurück und haben exklusiv für die Haydnregion Niederösterreich ein neues Programm erstmals mit Vokalwerken von Joseph Haydn konzipiert.

Harald Krassnitzer

Harald Krassnitzer wurde am 10. September 1960 in Salzburg (Österreich) geboren. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Schauspieler an der Elisabethbühne in Salzburg und spielte dort dann vier Jahre lang. Anschließend war er in Wien am Volkstheater, am Grazer Schauspielhaus und am Saarländischen Staatstheater engagiert. 

Der Großteil des Publikums kennt ihn aus Erfolgs-Serien wie z.B. „Der Bergdoktor“ (1997/36 Folgen), „Der Winzerkönig“ (2005 bis 2009/39 Folgen) und „Paul Kemp – Alles kein Problem“ (2013), vor allem aber aus der TV-Reihe „Tatort“ als Kommissar Moritz Eisner seit 1999. Außerdem war er in beliebten TV Movies in über 50 Hauptrollen im In- und Ausland zu sehen. Harald Krassnitzer ist Grimmepreisträger (2014 Kategorie Fiction „Tatort“) und wurde zudem 2fach mit der Romy für den beliebtesten Serienstar ausgezeichnet. Die politische Haltung des bekennenden Humanisten und Sozialdemokraten wird sichtbar in seinem unermüdlichen tatkräftigen Einsatz für unterschiedlichste Hilfsorganisationen wie AMREF, Hilfswerk Austria, Rotes Kreuz, SOS Mitmensch und vielen weiteren. Seit 2009 ist er mit der Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer verheiratet und lebt mit ihr in Wuppertal.

James Baillieu

Als gebürtiger Südafrikaner studierte James Baillieu zunächst an der Universität von Kapstadt und später bei Michael Dussek, Malcolm Martineau und Kathryn Stott an der Royal Academy of Music in London, die er 2007 mit Diplom abschloß. Als Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste, verlieh im die Royal Academie of Music den “Christian Carpenter Preis”, berief ihn 2011 zum Professor für Klavierbegleitung und ernannte ihn zunächst 2007 zum “Hodgson Junior Fellow” und dann 2012 zu ihrem Ehrenmitglied.

 

James Baillieu, den der Daily Telegraph als “eine Klasse für sich” bezeichnete, ist Preisträger der “Wigmore Hall Song Competition”, des internationalen Wettbewerbs „Das Lied“ in Berlin, der Kathleen Ferrier und Richard Tauber Gesangs-Wettbewerbe sowie der Borletti-Buitoni Stiftung und der Geoffrey Parsons Memorial Stiftung. Er ist Absolvent des “Britten-Pears Young Artist Programme” und Lehrer an der Samling Foundation. Er hat am Europäischen Liedforum in Berlin und mit Thomas Quasthoff an der Verbier Festival Akademie gearbeitet. 2016 wurde er für den „Royal Philharmonic Society Outstanding Young Artist Award“ nominiert.

 

James Baillieu hat als Solist und Kammermusiker Konzerte in Europa und darüber hinaus gegeben. Zu seinen Instrumental-Partnern gehören Lawrence Power, Jack Liebeck und die Elias- und Heath Streich-Quartette. Als Liedbegleiter arbeitet er mit Sir Thomas Allen, Ian Bostridge, Kiri te Kanawa, Annette Dasch, Pumeza Matshikiza, Jamie Barton, Markus Werba, Allan Clayton, Gerard Collett, Jared Holt, Eri Nakamura, Catherine Wyn Rogers, Jacques Imbrailo, Sarah-Jane Brandon, Kishani Jayasinghe, Ailish Tynan, Mark Padmore und Benjamin Appl.  

 

Seine Auftritte führen ihn in so renommierte Säle wie die Wigmore Hall, das Barbican Centre, die Konzerthäuser Berlin und Wien, den Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, die Kölner Philharmonie, die Elphilharmonie und die Laeiszhalle Hamburg und die National Concert Hall Dublin. James Baillieu war ferner Gast der Festspiele von Aldeburgh, Cheltenham, Bath, City of London, Aix-en-Provence, Verbier, St Magnus, Derry, Norfolk & Norwich sowie Brighton.  Klavierabende gab er im Rahmen der internationalen Zyklen von Nottingham und Leeds. In der Royal Festival Hall spielte er ein Klavierkonzert mit dem English Chamber Orchestra. Als Solist trat er ferner mit dem Ulster Orchestra und der Wiener Kammersymphonie auf.

 

James Baillieu hat bereits mehrere Konzerreihen kuratiert, u. A. Für das Brighton Festival, die Wigmore Hall, für BBC Raidio 3, das Bath International Festival und die Perth Concert Hall. In der Saison 2015/16 gestaltete er eine Serie mit elf Konzerten an der Wigmore Hall unter dem Titel „Introducing James Baillieu“ mit Adam Walker, Jonathan McGovern, Ailish Tynan, Julian Pregardien, Henk Neven, Iesteyn Davies und Allan Clayton, um nur einige zu nennen. 2016 begleitete er den Bariton Benjamin Appl auf seiner Tour durch die wichtigsten Europäischen Konzerthäuser im Rahmen der Konzertreihe „Rising stars – die Stars von morgen“ der ECHO (European Concert Hall Organisation).

 

James Baillieu bekleidet eine Professur an der Royal Academy of Music, ist Coach beim „the Jette Parker Young Artist Programme“ am Royal Opera House, International Tutor in Piano Accompaniment am Royal Northern College of Music, Lehrer an der Samling Foundation sowie Leiter des Liedprogramme beim Atelier Lyrique der Verbier Festival Academy.

 

In der nahen Vergangenheit gab es eine Konzertreise mit Benjamin Appl durch die USA, Konzerte mit Lise Davidsen, Adam Walker, Tamsin Waley-Cohen, Peter Moore, Marcus Farnsworth und Catherine Wyn-Rogers, u. a. In Häusern wie dem Konzerthuset Stockholm, beim Aldeburgh Festival, Heidelberger Frühling und in der Phillips Collection New York. In der Wigmore Hall gibt es eine weitere Residency und beim Edinburgh International Festival wird James Baillieu debütieren.

Malcolm Martineau

Auf internationalem Niveau als einer der führenden Begleiter Großbritanniens anerkannt, ist Malcolm Martineau neben den größten Sänger*innen der Welt aufgetreten, darunter Sir Thomas Allen, Dame Janet Baker, Florian Boesch, Elīna Garanča, Angela Gheorghiu, Susan Graham, Thomas Hampson und Sir Simon Keenlyside, Angelika Kirchschlager, Dame Felicity Lott, Anne Sofie von Otter und Sonya Yoncheva.

Er ist an den wichtigsten Veranstaltungsorten der Welt aufgetreten, darunter Alice Tully Hall, Barbican Centre, Staatsoper Berlin, Carnegie Hall, Concertgebouw, Gran Theatre del Liceu, Mariinsky-Theater, Metropolitan Opera, Münchner Oper, Pariser Oper und Salle Gaveau, Royal Opera House, La Scala, Sydney Opera House, Teatro Real, Mozarteum Salzburg, Suntory Hall Tokyo, Wiener Konzerthaus, Musikverein und Staatsoper, Walt Disney Hall, Wigmore Hall und Oper Zürich. Malcolm trat auch bei den Festspielen in Aix-en-Provence, Wien und Salzburg auf.

Als produktiver Aufnahmekünstler umfasst Martineaus Diskographie von über 100 CDs, darunter viele ausgezeichnete wie „The Vagabond“ mit Sir Bryn Terfel (Gramophone Award), „Songs of War“ mit Sir Simon Keenlyside (Grammy and Gramophone Awards), „Schumann and Mahler Songs“ with Florian Boesch (BBC Music Magazine Award), „Mahler Lieder“ mit Christiane Karg (Diapason d’or) oder „El Nour“ mit Fatma Said (Gramophone Award).

Malcolm Martineau ist Professor für Klavierbegleitung an der Royal Academy of Music und Ehrendoktor und International Fellow of Accompaniment am Royal Conservatoire of Scotland. 

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzers eigentlicher Durchbruch auf der internationalen literarischen Bühne erfolgte 2004 mit dem Roman «Ein perfekter Kellner», der, wie auch «Annas Maske» (2001) und «Privatstunden» (2007) im Zürcher Verlag «Edition Epoca» erschien und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. 2008 wurde er dafür in Paris mit dem renommierten Prix Médicis étranger ausgezeichnet. Im selben Jahr erschien sein Roman «Zur falschen Zeit» im neu gegründeten Berliner Verlag Galiani, in dem auch die Romane «Aus den Fugen» (2012) und «Postskriptum» (2015) erschienen. Letzte Veröffentlichungen: «Die Jugend ist ein fremdes Land» (2017), die Romane «Unhaltbare Zustände» (2019) und «Doppelleben» (2022).

Von 2008 bis 2011 war Alain Claude Sulzer Juror bei den «Tagen der deutschsprachigen Literatur» (Ingeborg-Bachmann-Preis) in Klagenfurt. Er schreibt regelmäßig essayistische Beiträge für die Neue Zürcher Zeitung und ist Mitbegründer des Festivals LiedBasel und literarischer Berater des Projekts Haydn2032. 2022 war er für den Raabe-Preis nominiert. 

Alain Claude Sulzer lebt in Basel, Vieux Ferrette und Berlin.

Eva Gesine Baur

Eva Gesine Baur ist promovierte Kunsthistorikerin und hat zudem Literatur- und Musikwissenschaft, Psychologie und Gesang studiert. Sie hat Bücher über kulturgeschichtliche Themen und unter dem Namen Lea Singer mehrere Romane veröffentlicht. 2010 wurde ihr der Hannelore-Greve-Literaturpreis verliehen, 2016 der Schwabinger Kunstpreis.